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E-Commerce

Wo Online-Shopper während der Pandemie am liebsten einkaufen

Deutsche Online-Einkäufer haben im Jahr 2020 bevorzugt Amazon genutzt, wie eine Analyse des E-Commerce-Dienstleisters Pattern zeigt. Ein wesentlicher Beweggrund ist für Kunden demnach der hohe Komfort bei Bestellung und Zustellung.

19.05.2021

© Hadrian ifeelstock / stock.adobe.com

Verbraucher haben während der Pandemie verstärkt beim Online-Giganten Amazon geshoppt.

Aufgrund der zeitweisen Schließung von Einzelhandelsgeschäften in Deutschland im vergangenen Jahr haben sich Verbraucher verstärkt dem Onlinehandel zugewandt: 46 Prozent der für die Studie Befragten geben an, mehr Produkte online eingekauft zu haben. 32 Prozent haben erstmals Produkte, die sie zuvor nur stationär eingekauft haben, online bezogen.

92 Prozent der Online-Shopper haben für den Online-Einkauf im vergangenen Jahr mindestens einmal Amazon genutzt. Dabei geben 36 Prozent an, dies in größerem Umfang als vor 2020 getan zu haben. Als Beweggründe führen die Amazon-Shopper den günstigsten Preis (41 Prozent), eine kürzere Lieferzeit (37 Prozent) und einen einfacheren Online-Einkauf (36 Prozent) im Vergleich zu anderen Plattformen an.

Die Mehrheit (58 Prozent) nimmt an Amazons Prime-Programm teil, das gegen eine Monatsgebühr kostenlosen Versand und andere Vorteile bietet: 46 Prozent verfügen über einen eigenen Prime-Account, weitere 12 Prozent sind Mitnutzer anderer Prime-Mitgliedschaften, beispielsweise von Familienangehörigen. Dies kann den Studienautoren zufolge dazu beitragen, die Bindung zu dieser Plattform zu stärken.

Bei Bekleidung haben spezialisierte Onlinehändler die Nase vorn

Da ihr Bedarf sich in Folge des Lockdowns veränderte, wurde das Online-Kaufverhalten der Verbraucher entsprechend vielschichtiger: Viele Amazon-Shopper gaben an, erstmals Produkte von anderen Marken als bislang gekauft (37 Prozent), in neuen Produktkategorien eingekauft (28 Prozent) oder andere Produkttypen als sonst gekauft zu haben (25 Prozent). 

Für zehn der 16 abgefragten Produktkategorien nutzte jeweils eine überwiegende Zahl deutscher Online-Shopper im vergangenen Jahr Amazon. Vor allem bei Produkten der Kategorien Elektronik (46 Prozent), Heim- und Küchenbedarf (44 Prozent) sowie Bücher (38 Prozent) entschieden sie sich häufiger für Amazon als für andere Onlinehändlern oder stationäre Einzelhändler mit Onlineshop.

In den Produktkategorien Hautpflege und Make-up (31 Prozent), Haarpflege (30 Prozent) oder Nahrungsmittel und Vorratshaltung (28 Prozent) hingegen nutzten mehr Kunden Onlineshops von Einzelhandelsketten für ihre Einkäufe. In der Kategorie Bekleidung hatten spezialisierte Onlinehändler wie Zalando die Nase vorne: 42 Prozent der Befragten kauften im vergangenen Jahr ihre Garderobe bei ihnen ein, gefolgt von Amazon (39 Prozent) und Einzelhändlern mit Onlineshop (27 Prozent).

"Amazon wird für Verbraucher aller Altersgruppen die zentrale Anlaufstelle für jegliche Produktwünsche", kommentiert Torsten Schäfer, Country Manager Germany beim E-Commerce-Spezialisten Pattern, die Ergebnisse der Studie. "Da Kunden auf Amazon meist gezielt nach ihren gewünschten Produkten suchen, profitieren Markenhersteller sehr, wenn sie auf dieser Plattform präsent sind und sich so ins Bewusstsein ihrer Kunden rufen."

Die komplette Studie steht nach Angabe von Kontaktdaten kostenlos hier zum Download bereit.

Datenbasis:
Der "German Shopper Report 2021" von Pattern gibt eine Übersicht des Einkaufsverhaltens deutscher Verbraucher auf verschiedenen Onlineplattformen über 16 Produktkategorien hinweg. Für den Report hat das Umfrageinstitut OnePoll im Auftrag von Pattern 1.000 Frauen und Männer, verteilt auf sechs Altersgruppen zwischen 16 bis über 65 Jahre, im Februar diesen Jahres zu ihrem Einkaufsverhalten während der vergangenen zwölf Monate befragt.

Schlagworte: Amazon, E-Commerce, Coronakrise, Coronavirus

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