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Gastbeitrag

Wie Waschräume frei von Viren und Bakterien bleiben

Hygienemaßnahmen haben während der Pandemie an Bedeutung gewonnen. Im Einzelhandel spielen gemeinsam genutzte Einrichtungen wie Toiletten eine besondere Rolle bei der Infektionsprävention. Wie sie virenfrei bleiben, erklärt Nicola Cassanelli, Hygiene-Experte bei Rentokil Initial, im Gastbeitrag.

31.03.2021

© Efren / stock.adobe.com

Hygiene hat einen hohen Stellenwert - erst recht während der Coronapandemie.

Alle Unternehmen, mit denen wir in Kontakt stehen, unternehmen bereits beträchtliche Anstrengungen, um für Hygiene in den Waschräumen und damit auch für das Wohlbefinden der Beschäftigten im Handel Sorge zu tragen.

Wir wissen aber aus allgemeinen Befragungen, dass nur ein Drittel der Angestellten deutscher Unternehmen angibt, mit den Waschräumen zufrieden zu sein. Das hat Folgen: Etwa die Hälfte gibt an, dass bei unzureichender Hygiene in Toilettenräumen die Produktivität leidet – rund 10 Prozent spricht sogar von starken Beeinträchtigungen dadurch.

Dabei geht es um handfeste Kostenfaktoren: Es muss ja nicht gleich das Coronavirus sein, aber jeder vierte Angestellte erkrankte Studien zufolge bereits einmal aufgrund mangelnder Hygiene – im Durchschnitt bedeutet das drei Krankheitstage pro Jahr. Arbeitsausfälle kosten Unternehmen durchschnittlich rund 1.400 Euro pro Arbeitnehmer und Jahr. Zudem gilt es zu bedenken: Berichten die Mitarbeiter außerhalb des Unternehmens über mangelhafte Hygiene, kann dessen Image leiden.

Hygienebehälter als Brutstätte für Keime

Nach unseren Untersuchungen sind Hygienebehälter, wie sie in Toiletten etwa für Tampons vorgeschrieben sind, die Keimbrutstätte Nummer 1. Aber auch an Seifenspendern oder auf anderen Flächen können sich Bakterien und Viren vermehren. Und natürlich ist es problematisch, wenn Seifenbehälter leer sind und die Handhygiene somit nicht mehr gewährleistet ist.

Es existieren Möglichkeiten, hier vorzubeugen, die über die selbstverständliche regelmäßige Reinigung und Desinfektion hinausgehen: Spender oder Hygiene-Behälter mit antibakteriellen Oberflächen durch Silberionen im Kunststoff etwa oder Hygienebeutel mit Wirkstoffen, die das Bakterienwachstum hemmen. Die berührungslose Nutzung bietet ein weiteres Hygiene-Plus.

Auch digitale Service-Tracking-Systeme, die mit Barcodes an den Hygiene-Behältern arbeiten, bieten eine große Chance und lassen ein Unternehmen jederzeit den Überblick darüber behalten, dass Service-Produkte von ihrem Dienstleister nachgefüllt und desinfiziert wurden und einwandfrei funktionieren.

Nicola Cassanelli ist Category Director Hygiene-Service bei der Rentokil Initial GmbHDas Unternehmen ist spezialisiert auf Hygienedienstleistungen, Schädlingsbekämpfung, Vorratsschutz und Innenraumbegrünung. Die Unternehmensgruppe ist in über 85 Ländern aktiv, in Deutschland beschäftigt sie mehr als 800 Mitarbeiter an 19 Standorten.

Schlagworte: Coronakrise, Coronavirus

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