Payment

Wie Verbraucher in kleinen Läden zahlen

Durch die Coronakrise hat sich auch das Bezahlverhalten nachhaltig verändert. Eine Umfrage im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme zeigt insbesondere bei kleineren Händlern eine Verschiebung von der Bar- zur Kartenzahlung.

09.03.2021

© Ljubaphoto / iStock / Getty Images

Kleine Händler bieten als Folge der Pandemie häufiger als früher Kartenzahlung an.

Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Verbraucher hat demnach Ende 2020 festgestellt, dass nun vielerorts mit Karte (zum Beispiel Girocard) bezahlt werden kann, wo zuvor ausschließlich Barzahlung akzeptiert wurde. Knapp ein Drittel (32 Prozent) gibt sogar an, die neue Option des bargeldlosen Bezahlens gleich genutzt zu haben. Aus der Befragung geht hervor, dass die Möglichkeit zur bargeldlosen Zahlung per Karte insbesondere von Geschäften neu geschaffen wurde, die zumeist Kleingeldbeträge kassieren: 17 Prozent der Befragten ist aufgefallen, dass sie in Bäckereifilialen mit Karte zahlen können, sieben Prozent haben die neue Option der Kartenzahlung bei ihrem Metzger bemerkt, genauso viele am Marktstand oder am Kiosk.

Diese tatsächlichen Veränderungen im Bezahlangebot gehen mit einem Wandel bei den von Händlern bevorzugten Payment-Alternativen einher - so jedenfalls die Wahrnehmung der Kunden. Etwa jeder Zweite Verbraucher (47 Prozent) hat das Gefühl, die Barzahlung würde im Handel weniger gern gesehen. 41 Prozent der Befragten geben sogar an, in Geschäften aktiv darauf hingewiesen zu werden, bargeld- oder kontaktlos zu zahlen. Entsprechend ändern die Menschen ihr Verhalten: Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Befragten hält aktiv nach der Kartenzahlung in kleineren Geschäften Ausschau.

Kontaktloses Bezahlen immer gefragter

Auch der Anteil derjenigen, die gerne komplett berührungslos zahlen und die Verkaufsinteraktion so kurz wie möglich halten wollen, steigt kontinuierlich: Waren es im April 2020 noch 33 Prozent, stieg der Wert bis November auf 37 Prozent.  Ein Trend, der sich wohl nicht mehr umkehren wird, wie auch die Girocard-Jahreszahlen 2020 zeigen: Der Anteil der kontaktlosen Girocard-Transaktionen erhöhte sich von 35,7 Prozent (Jahresende 2019) auf 60,4 Prozent zum Jahresende 2020. 

Mehr Informationen über die Studienergebnisse stehen hier kostenlos zur Verfügung.

Datenbasis:
In den online-repräsentativen Studien des Marktforschungsunternehmens Infas quo wurden Personen zwischen 16 und 69 Jahren zu ihrer aktuellen Meinung und ihrem Verhalten in der derzeitigen Coronakrise befragt. Die Erhebungen des Krisentrackings fanden regelmäßig zwischen März 2020 und November 2020 statt. Insgesamt beteiligte sich die Initiative Deutsche Zahlungssysteme an vier Erhebungswellen mit Fragen zum Bezahlverhalten während der Krise. Die hier dargestellten Ergebnisse gehen aus Welle 13 des Krisentrackings (12.11.2020 - 15.11.2020) hervor, bei der insgesamt 1.399 Personen befragt wurden.

Schlagworte: Payment, Coronakrise

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