Coronapandemie

Wie Click-and-Meet-Angebote bei Verbrauchern ankommen

Der neue Corona Consumer Check des IFH Köln analysiert die Kundenakzeptanz von Click-and-Collect- und Click-and-Meet-Angeboten und belegt: Terminshopping wird noch wenig genutzt. Stetiger Gewinner der Krise bleibt der Onlinekanal mit einem neuen Rekordwert.

07.04.2021

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Viele Kunden lassen sich die Ware lieber gleich nach Hause liefern, anstatt am Laptop einen Termin für den Einkauf zu vereinbaren.

Während der Onlinehandel weiterhin für viele Verbraucher der Einkaufskanal der Wahl ist, ist die Lage für den stationären Handel nach wie vor schwierig: Lockerungen rund um neue Services wie das Terminshopping – Click and Meet – sind vielerorts aufgrund einer steigenden Zahl von Coronainfektionen nicht mehr möglich.

Aber wie wurde dieser Service in den vergangenen Wochen überhaupt in Anspruch genommen? Neueste Daten des IFH Köln zeigen eine eher verhaltene Nutzung. Deutlich häufiger wurden demnach Click-and-Collect-Angebote wahrgenommen. 

Die bewusste Verlagerung von stationären Einkäufen hinein in den Onlinekanal hat im März 2021 einen neuen Höchstwert erreicht. Aktuell geben 43 Prozent der befragten Konsumentinnen und Konsumenten an, Käufe, die sie normalerweise stationär getätigt hätten, nun im Internet zu erledigen. Ende Januar lag dieser Wert noch bei knapp einem Drittel. Der Onlineshift hat damit innerhalb von sechs Wochen um neun Prozentpunkte zugenommen.

Click and Meet am relevantesten bei Fashionkäufen 

Die beiden Cross-Channel-Services Click and Collect und Click and Meet werden von den Konsumenten aktuell noch verhalten genutzt. Dabei ist Click and Collect nicht nur bekannter (82 Prozent), sondern wird auch öfter in Anspruch genommen (17 Prozent). Click and Meet ist dagegen 75 Prozent der Befragten bekannt und nur acht Prozent haben bereits mit Termin geshoppt. Beide Services werden von der jüngeren Zielgruppe der 18- bis 29-Jährigen deutlich besser angenommen.

Ein Vergleich von Click and Collect und Click and Meet in den verschiedenen Handelsbranchen zeigt: Vor allem für den Kauf von Fashion und Accessoires können sich die befragten Konsumenten vorstellen, Shoppingtermine wahrzunehmen (42 Prozent). Auch in den Bereichen Fitness und Sport sowie Wohnen und Einrichten ist Click and Meet für Konsumenten attraktiv. Umgekehrt überzeugt der reine Abholservice Click and Collect vor allem in den Branchen Heimwerken und Garten (51 Prozent) sowie Freizeit und Hobby (46 Prozent).

Die komplette Studie steht hier kostenlos zum Download bereit.

Datenbasis:
Anlässlich der aktuellen Coronakrise analysiert das IFH Köln im Rahmen seines Corona Consumer Check bevölkerungsrepräsentativ das Stimmungsbild zum Konsumverhalten in Deutschland. Hierfür werden 500 Konsumentinnen und Konsumenten in einer repräsentativen Onlinebefragung zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. 2020 führte das IFH Köln sieben Befragungen zwischen März und Dezember durch. 2021 fand die erste Befragung Ende Januar statt, die vorliegende Befragung wurde Mitte März 2021 durchgeführt und ist damit bereits der neunte Corona Consumer Check.

Schlagworte: IFH Köln, Einkaufsverhalten, Coronakrise, Coronavirus

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