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Studie

Zukunft des Einkaufens: Verbraucher vertrauen auf Bewährtes

Roboter neben der Umkleide und Fußgängerzonen ohne Geschäfte: An Szenarien, wie die Einkaufswelt von Morgen aussehen wird, mangelt es nicht. Eine Studie von Comarch und YouGov analysiert die Vorstellungen der Verbraucher - und zeigt, dass diese vor allem auf Bewährtes vertrauen.

24.11.2021

© Seventyfour / stock.adobe.com

Konsumenten erwarten vom Handel der Zukunft mehr digitale Zahlungsoptionen - auch in stationären Geschäften.

Der Analyse zufolge ist die Digitalisierung eines der beherrschenden Themen. So erwarten Konsumenten, dass Geschäfte digitale Services und Zahlungsoptionen anbieten. Stellt man die aktuellen Erwartungen und die aus der Vergleichsstudie von 2016 gegenüber, so zeigt sich hier kaum ein Unterschied: Für 86 Prozent ist es eine Selbstverständlichkeit, dass digitale Dienste von Geschäften angeboten werden – bereits vor fünf Jahren war es ein ähnlich hoher Prozentsatz.

Veränderungen zeigen sich indes bei klassischen Bargeld-Kassen und Verkaufspersonal. Dass Registrierkassen von digitalen oder mobilen Zahlungsmethoden abgelöst werden, glaubt zwar immer noch eine Mehrheit von 81 Prozent, allerdings sank der Wert in den letzten Jahren um 5 Prozent. Noch deutlicher ist der Unterschied beim Personal: Dass Ladenmitarbeiter von persönlichen digitalen Ratgebern ersetzt werden, glauben statt 61 Prozent heute nur noch 53 Prozent und damit knapp die Hälfte der Befragten. Vor allem fällt auf, dass die Anzahl der völlig Widersprechenden hier am stärksten gewachsen ist: statt 13 Prozent sind es nun 22 Prozent, die keinesfalls dieser Ansicht sind.

Eine Chance für stationäre Läden

Dass es 2030 deutlich weniger Ladengeschäfte geben wird, darin sind sich alle Altersgruppen einig. Dabei sticht ein Ergebnis ins Auge, das sich bereits in der Vergleichsstudie von 2016 gezeigt hatte: In der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren ist die völlige Zustimmung am niedrigsten, mit 22 Prozent liegt sie zehn Prozentpunkte unter dem Durchschnitt aller anderen Altersgruppen. Mit 29 Prozent ist hier zugleich der höchste Wert an Konsumenten zu verzeichnen, die teilweise oder ganz widersprechen. Die Hälfte stimmt teilweise zu, dass es weniger Stores geben wird.

„Ladengeschäfte haben durchaus eine Zukunft, wenn sie diese shopping- und erlebnisaffine Zielgruppe ansprechen können", so das Resümee von Alexandra Sliwinski, Consulting Director bei Comarch. In der Konsequenz bedeute dies allerdings auch, dass der stationäre Handel sich verändern müsse, um den Übergang zwischen On- und Offline-Einkauf konsumentenfreundlicher zu gestalten.

Die komplette Studie steht nach Angabe von Kontaktdaten hier kostenlos zum Download bereit.

Datenbasis:
Im Rahmen der Studie wurden 1.670 Deutsche zu Themen wie dem Umgang mit Daten, der Bedeutung von mobilen Services beim Einkaufen, dem Online-Offline-Kaufverhalten, Treue und dem langfristigen Einfluss von Corona befragt. Anahnd der Ergebnisse lassen sich Trends im Einzelhandel heute und im Jahr 2030 ableiten. Zudem ermöglicht die Studie auf Basis einer Vergleichsstudie von Comarch und Kantar TNS eine Langzeitbetrachtung zu den Entwicklungen der Einkaufswünsche in den letzten fünf Jahren.

Schlagworte: Zukunft des Einkaufens, Shop der Zukunft

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