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Multichannel

Wie Shopper On- und Offlinekanal kombinieren

40 Prozent der Befragten kaufen am liebsten lokal ein, auch wenn es teurer oder weniger praktisch ist. Eine überwiegende Mehrheit sucht allerdings zuvor online via Google Maps nach Informationen über lokale Geschäfte, so die Ergebnisse einer Umfrage der Location-Marketing-Plattform Uberall.

07.06.2021

© Halfpoint / stock.adobe.com

Der stationäre Handel spielt noch immer eine wichtige Rolle in der Customer Journey.

„Der Onlinehandel verzeichnete im Zuge der Coronapandemie einen erheblichen Wachstumsschub. Trotzdem shoppen viele Konsumenten nach wie vor lieber stationär”, fasst Greg Sterling, Vice President Market Insights bei Uberall, die Ergebnisse zusammen. „Die meisten Deutschen bevorzugen den lokalen Einzelhandel, nur ein geringer Anteil von ihnen kauft lieber online ein, weil es unkomplizierter ist. Es kommt auch immer häufiger vor, dass deutsche Konsumenten on- und offline miteinander kombinieren", so Sterlin. Dieses hybride Kaufverhalten werde sich auch zukünftig weiter durchsetzen und etablieren, prophezeit er.

Für fast neun von zehn Verbrauchern spielt lokales Shopping eine wichtige Rolle: Laut Umfrage kaufen 40 Prozent der Befragten vorzugsweise lokal ein – und zwar auch dann, wenn es teurer oder weniger praktisch ist. Rund ein Fünftel der Umfrageteilnehmer weicht zudem nur dann auf einen Onlinekauf aus, wenn ein Produkt lokal nicht verfügbar ist. Lediglich elf Prozent sagten aus, dass sie online einkaufen, weil es einfacher ist. Der Rest ist gleichermaßen bereit on- und offline zu shoppen.

Die Ergebnisse zeigen zudem, dass sich diese Einkaufsgewohnheiten auch nach der Coronakrise weiter fortsetzen werden. 38 Prozent der deutschen Verbraucher werden den Großteil ihrer Einkäufe auch nach der Pandemie überwiegend im stationären Handel tätigen. Ein Drittel der Konsumenten erwägt einen Wechsel zwischen On- und Offline-Kauf – abhängig von Preis, Verfügbarkeit und Bequemlichkeit – und 21 Prozent beabsichtigen, hauptsächlich online einzukaufen. Hauptgründe hierfür: große Produktauswahl, niedrigere Preise und schnelle Lieferung.

Im Ländervergleich liegen die Deutschen mit ihrem Wunsch nach lokalen Shopping-Erlebnissen vor den USA und Großbritannien (beide 34 Prozent). Noch größer ist das Bedürfnis lokal einzukaufen aber in Frankreich (55 Prozent).

Mehrheit nutzt Mobiltelefon beim Offline-Shopping

Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung nutzt ihr Smartphone regelmäßig beim Offline-Shopping. Dabei ermitteln die Verbraucher mit ihrem Mobiltelefon passende Informationen zu Produkten oder Filialen. 77 Prozent nutzen laut Umfrageergebnissen hierfür Google beziehungsweise Google Maps. Ebenfalls oft bei der Suche verwendet werden spezifische Websites oder Apps zum Beispiel für Immobilien oder Restaurants (24 Prozent), Apple Maps (19 Prozent), Yahoo (14 Prozent), Bing (13 Prozent) oder Branchenverzeichnisse wie Gelbe Seiten (11 Prozent).

Die recherchierten Daten nehmen dabei direkten Einfluss auf die Kaufentscheidung: Vor allem der Preis (70 Prozent), die Distanz des Unternehmens zum eigenen Standort (49 Prozent), die Öffnungszeiten (41 Prozent) sowie abgegebene Bewertungen und Rezensionen (27 Prozent) wirken sich der Studie zufolge signifikant auf den Kaufentschluss aus. Darüber hinaus gaben rund 85 Prozent der Befragten an, dass es ihnen wichtig ist, ein Unternehmen kontaktieren zu können, um mehr über Produkte, Services und Öffnungszeiten zu erfahren.

In den Umfrageergebnissen zeichnet sich ebenfalls ab, dass deutsche Verbraucher Omnichannel-Käufer sind: Laut Umfrageergebnissen recherchieren 33 Prozent der Konsument zuerst online, bevor sie ein Produkt im Geschäft kaufen. „Dies ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Nutzung des Smartphones immer mehr zunimmt und mehr als die Hälfte aller Google-Suchanfragen ortsbezogen sind”, erklärt Sterling.

Dagegen ist der Anteil derjenigen, die online recherchieren und im Anschluss online kaufen, wesentlich geringer (18 Prozent). 26 Prozent der Befragten würden hingegen ein Produkt im Laden anschauen und es dann online erwerben. 43 Prozent der deutschen Verbraucher stimmten zudem zu, dass sie eher etwas online einkaufen würden, wenn sie das Produkt offline umtauschen oder zurückgeben könnten. „Dieses Ergebnis zeigt, dass der stationäre Handel zur Unterstützung des Online-Shopping-Erlebnisses nach wie vor eine wichtige Rolle spielt”, kommentiert Sterling.

Datenbasis:
Die Umfrage wurde im Zeitraum vom 23. bis 27. April 2021 online durchgeführt. Insgesamt wurden 1001 deutsche Konsumentinnen und Konsumenten ab 18 Jahren befragt. Männliche und weibliche Verbraucher wurden dabei gleichermaßen herangezogen.

Schlagworte: Marketing, Onlinemarketing, Multichannel

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