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Studie

Wie Lieferengpässe das Wachstum des Fahrradmarktes bremsen

Nach der steilen Wachstumskurve in 2020 wird der Fahrradmarkt auch in Zukunft auf Wachstumskurs bleiben, wie der aktuelle Branchenbericht des IFH Köln und der BBE Handelsberatung zeigt. Die Rekordwerte aus dem vergangenen Jahr werden demnach 2021 allerdings nicht erreicht.

10.11.2021

© Pink Badger / stock.adobe.com

Der Fahrradmarkt bleibt laut einer IFH-Studie auf Wachstumskurs.

Während 2020 mit 7,1 Milliarden Euro ein doppelt so hohes Marktvolumen wie noch drei Jahre zuvor erreicht werden konnte (Marktvolumen 2017: 3,6 Mrd. Euro), wird das hohe Level im Fahrradmarkt der Studie zufolge 2021 nicht zu halten, geschweige denn zu übertreffen sein. Zählte der Markt mit einer Wachstumsrate von 41,3 Prozent im Jahr 2020 noch zu den klaren Gewinnern der Coronakrise und lag weit vor allen anderen Non-Food-Branchen, so kämpft er aktuell mit Lieferengpässen.

„Auch im Weihnachtsgeschäft wird sich dies noch einmal widerspiegeln: Wer an Weihnachten ein Fahrrad verschenken möchte, sollte darauf vorbereitet sein, dass die Ware bei später Bestellung nicht mehr rechtzeitig ankommen wird“, erklärt Christoph Lamsfuß, Senior Consultant am IFH Köln.

Den Studienautoren zufolge ist daher für das laufende Jahr erstmals wieder von einem Umsatzrückgang auszugehen. Langfristig sehen sie den Fahrradmarkt allerdings weiterhin auf Wachstumskurs: Ab 2022 werden die wesentlichen Lieferengpässe überwunden sein und es könne wieder mit einem Umsatzplus gerechnet werden, heißt es.

E-Bikes halten Fahrradmarkt langfristig auf Wachstumskurs

Nach wie vor sind E-Bikes der Wachstumsträger der Branche. Durch ihre Ansiedlung im oberen Preissegment mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von rund 2.600 Euro machten sie laut Analyse in 2020 rund 70 Prozent des Marktvolumens aus. Zwar konnten auch andere Modelle wie Straßensporträder und Trekking-Bikes infolge der Coronakrise bei Verbraucherinnen und Verbrauchern punkten.

Den Autoren zufolge werden E-Bikes aber wohl auch unabhängig von der Pandemie in den nächsten Jahren einen steigenden Stellenwert besitzen. So werde das Fahrrad allgemein als mobiles, modernes und nachhaltiges Verkehrsmittel gesehen und biete damit zunehmend – insbesondere in Städten – eine Alternative zum Auto. Sichere und komfortable Mobilitätskonzepte könnten dem Fahrradmarkt daher weiteres Volumen verschaffen, heißt es.

Während das starke Onlinewachstum in den anderen Non-Food-Branchen weiterhin anhält, verlangsamt es sich im Fahrradmarkt und stagniert 2020 bei einem Anteil von 21,1 Prozent. Der größte Umsatzanteil entfällt nach wie vor auf den Fahrrad-Fachhandel, der mit individueller Beratung und Aftersales-Services überzeugen kann.

Der komplette Branchenbericht steht hier kostenpflichtig zum Download bereit.
 

Schlagworte: Fahrradhandel, IFH Köln

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