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HDE-Klimaschutzoffensive

Wie klimaneutraler Einzelhandel gelingt

Jens Klingemann, Geschäftsführer des gleichnamigen Traditions-Modehauses im nordrhein-westfälischen Höxter, hat die Zukunft fest im Blick. Gemeinsam mit der Klimaschutzoffensive des Handelsverbands Deutschland (HDE) stellt er das Modehaus nun klimaneutral auf.

Von Robert von der Heide, Public Relations Manager der HDE-Klimaschutzoffensive 04.02.2022

© HDE-Klimaschutzoffensive

Mitten in der Altstadt von Höxter liegt das Mode- und Sporthaus Klingemann.

Seit Jahren schon setzt Klingemann in seinem Modehaus konsequent auf Energiespar-Maßnahmen und Klimaschutz. Ein neues Lichtkonzept, innovative Klimatechnik und die größte Photovoltaikanlage in der Innenstadt von Höxter – das sind nur einige der zahlreichen Energiesparmaßnahmen, die der Händler in der Vergangenheit umgesetzt hat. Dadurch konnte er seinen Energieverbrauch bereits um stattliche 80 Prozent reduzieren, die Energiekosten sanken um 75 Prozent. „Es lohnt sich also“, kommentiert Klingemann die Zahlen.

Mit der Klimaneutralität seines Modehauses will er nun den letzten logischen Schritt bei seinem Einsatz für die Umwelt gehen. Unterstützung erhält er dabei von der Klimaschutzoffensive des Handels, die im vergangenen Jahr ein entsprechendes Pilotprojekt gestartet hat. „Gemeinsam mit dem Modehaus Klingemann wollen wir zeigen, wie Handelsunternehmen ihre Emissionen verringern und welche Einsparziele sie sich setzen können, um langfristig klimafreundlich zu wirtschaften“, erklärt Jelena Nikolic, Projektleiterin der Klimaschutzoffensive.

Dazu gilt es vor allem, Daten zu erfassen und Messungen durchzuführen. Energieverbrauchsrechnungen, Schornsteinfegerprotokolle, Lastgangprofile – all diese Daten sammelt der Energiedienstleister Ökotec, der das Projekt begleitet, beim Vor-Ort-Termin in Höxter und speist sie in die Klimabilanz ein. So untersucht er beispielsweise die zahlreichen Solarmodule auf dem Dach mit der Wärmebildkamera auf mögliche Beschädigungen, inspiziert die in die Jahre gekommenen Heizkessel oder prüft die Gebäudehülle auf mögliche Wärmelecks.

Langfristiger Reduktionsplan

Basierend auf der Datenauswertung und unterschiedlichen Modellrechnungen lassen sich weitere Einsparpotentiale ableiten und ein langfristiger Reduktionsplan entwickeln. Aktuell erwägt Klingemann den Austausch eines Heizkessels und die Installation eines Blockheizkraftwerks. Mit den effizienteren Anlagen hofft er, nicht nur die CO2-Bilanz verbessern zu können. 

„Am Ende müssen sich die ganzen Effizienzmaßnahmen für mich als Unternehmer natürlich auch wirtschaftlich auszahlen“, erklärt er. Ob sich eine Investition in Heizkessel und -kraftwerk lohnt, will er deshalb von den Effizienzprofis von Ökotec im Rahmen des Pilotprojekts berechnen lassen.

Kompensation unvermeidbarer Emissionen

Klingemann ist klar: Am Ende wird es nicht vermeidbare Emissionen geben. Ein Beispiel ist die Mitarbeiter-Mobilität. Klingemann hat bei all seinen rund 130 Beschäftigten nachgefragt, wie diese zur Arbeit kommen und welche Distanzen sie dabei zurücklegen – denn die dabei entstehenden Emissionen möchte der Unternehmer künftig zumindest ausgleichen. Unter der Vielzahl von Kompensationsprojekten geeignete zu finden, ist keine leichte Aufgabe, bei der Klingemann jedoch ebenfalls auf Unterstützung durch die Klimaschutzoffensive des Handels zählen kann.

Mit dem Pilotprojekt möchte die vom Bundesumweltministerium geförderte Klimaschutzoffensive die gesamte Branche für das Thema sensibilisieren und nicht zuletzt auch andere Händlerinnen und Händler motivieren, Konzepte für langfristige Emissionseinsparungen zu entwickeln. Technisch begleitet wird das Pilotprojekt zur Klimaneutralstellung von der Firma Ökotec Energiemanagement GmbH aus Berlin.

Weitere Informationen zur Klimaschutzoffensive des HDE finden Sie hier.

Schlagworte: HDE-Klimaschutzoffensive, Modehandel

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