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EHI-Studie

Wie Händler Kundendaten nutzen

Die Erhebung, Analyse und Nutzung von Daten spielt für Handelsunternehmen eine wachsende Rolle. Vor allem dem App-Marketing kommt ein immer höherer Stellenwert zu, wie eine Studie des EHI Retail Institute zeigt.

27.10.2021

© Lidl

Viele Händler nutzen bereits Apps zur Kommunikation mit ihren Kunden.

„Apps sind zukünftig eines der wichtigsten Marketing-Instrumente im Handel, weil sie den Händlern einen direkten Kundenzugang und der Kundschaft ein persönliches Nutzungserlebnis bieten“, erklärt Marlene Lohmann, Marketingexpertin und Co-Autorin der Studie.

Für die Analyse der Interessen und des Kaufverhaltens der Kundschaft haben der Studie zufolge gegenwärtig erst 64 Prozent der befragten Handelsunternehmen eine App im Einsatz. Doch gleich 32 Prozent geben an, eine eigene App in Planung zu haben.

Hier sehen die Verantwortlichen für die Zukunft also großes Potenzial: Zum einen führen Apps viele Einzelelemente wie Rabattaktionen, exklusive Angebote und Bezahlfunktionen für User auf dem Smartphone zusammen. Zum anderen erhofft sich der Handel von der hohen Reichweite der Apps eine Reduzierung der Print-Kosten.

Enorme Bedeutung von Bondaten

14 Prozent sehen Apps laut Auswertung schon heute als Kernelement der Kundenkommunikation an. Für diese Händler haben Apps eine herausragende Stellung beim Kundenzugang und der Kundenbeziehung. Der Grund liegt hierbei in der deutlich höheren Aktivität der App-User.

Für 57 Prozent der Befragten ist die App bislang ein ergänzendes Element der Kundenkommunikation. Die physische Kundenkarte soll mittelfristig von der virtuellen Kundenkarte abgelöst werden und die App weiter an Attraktivität gewinnen.

Mit Datenerhebungen im Marketing wollen 88 Prozent der Händler ihre Kundschaft noch besser verstehen und 80 Prozent das Kundenerlebnis verbessern, um letztlich Umsatzsteigerungen zu generieren. Als wichtigste Kundeninformationen innerhalb des eigenen Handelsunternehmens (sog. First-Party-Data) kristallisieren sich den Studienautoren zufolge Bondaten aus den Bezahlaktionen an der Kasse und im Webshop heraus (72 Prozent). Dahinter rangieren Newsletter-Abodaten und Website-Analysen mit je 48 Prozent.

Die komplette Studie steht hier kostenpflichtig zum Download bereit.

Datenbasis:
Die vorliegende Studie basiert auf persönlichen Experten-Interviews per Video mit 25 Marketingverantwortlichen führender deutscher Handelsunternehmen im Zeitraum von Juni bis August 2021. Die Unternehmen repräsentieren mit insgesamt 26.778 Filialen und einem Umsatz von 142 Mrd. in 2020 rund 25 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes.

Schlagworte: Marketing, Kundendaten, Datenanalyse, App

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