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Studie

Wie die Pandemie das Bezahlverhalten verändert hat

Im zurückliegenden Jahr hat sich das Einkaufs- und Bezahlverhalten deutscher Verbraucher durch die Coronakrise tiefgreifend verändert. Eine aktuelle Studie des Zahlungsdienstleisters Paysafe zeigt, dass diese Auswirkungen wohl langfristig Bestand haben werden.

19.05.2021

© immstudio / stock.adobe.com

Viele Verbraucher scheuen davor zurück, beim Onlinekauf ihre Konto- oder Kreditkartendaten preiszugeben.

Trotz Pandemie und mehrerer Lockdowns kaufen 92 Prozent der befragten Verbraucher zwar weiterhin in Geschäften ein oder holen dort bestellte Ware ab. Gleichzeitig beschränken allerdings 64 Prozent der Deutschen ihre Einkäufe vor Ort so weit wie möglich, bis sie geimpft sind. Langfristig wird sich das Einkaufsverhalten der Studie zufolge deutlich verändern, viele Kunden werden gar nicht mehr in die Läden zurückkehren: Nur knapp die Hälfte (48 Prozent) der deutschen Verbraucher planen, nach Ende der Pandemie genauso oft in Geschäften einzukaufen wie zuvor.

Womöglich auch ein Ergebnis aktueller Erfahrungen – denn die Kunden haben durchaus Erwartungen an die Händler: 30 Prozent der Deutschen wollen nicht in Läden einkaufen, wenn diese den Bezahlvorgang an der Kasse nicht an die Situation angepasst haben, um ihre Kunden zu schützen. In den USA lehnt dies sogar fast die Hälfte ab (47 Prozent).

Kunden werden gerade auf lange Sicht zudem anders bezahlen. Im Vergleich zu Daten von vor einem Jahr, zu Beginn des Lockdowns, sind alternative Zahlungsmethoden nun noch beliebter: 37 Prozent der deutschen Verbraucher sind jetzt vertrauter mit alternativen Online-Bezahlmethoden, als sie es vor der Pandemie waren. Und auch an den Onlinehandel haben deutsche Kunden konkrete Erwartungen: Mehr als die Hälfte (58 Prozent) kaufen nur dann in Shops ein, wenn ihre bevorzugte Bezahlmethode dort akzeptiert wird. Besonders E-Cash steht dabei hoch im Kurs: 28 Prozent würden gerne online auf diese Weise zahlen.

Angst vor Missbrauch von Konto- oder Kreditkartendaten

Dementsprechend haben E-Cash- und Prepaid-Lösungen im letzten Jahr zugelegt: 14 Prozent der deutschen Kunden haben allein im Februar 2021 online mit einer Prepaidkarte bezahlt, 13 Prozent mit E-Cash. Vor einem Jahr waren es noch weniger. Sehr beliebt sind auch Digital Wallets: 44 Prozent der deutschen Kunden nutzten im Februar diese Möglichkeit.

Was sind die Gründe für die neuen Bezahlvorlieben der Deutschen? Über die Hälfte der deutschen Verbraucher (54 Prozent) fühlen sich sicherer, wenn sie bei einem Onlinekauf eine Bezahlmethode verwenden, bei der sie keine Konto- oder Kreditkartendetails teilen müssen. In den USA sind es sogar 65 Prozent. Die Sorge vor Betrug war allerdings vor einem Jahr, zu Beginn der Pandemie, noch stärker ausgeprägt: 2020 waren über die Hälfte (54 Prozent) bereit, jede notwendige Sicherheitsmaßnahme bei Onlinekäufen zu akzeptieren, um Betrug zu verhindern.

Dieses Jahr sind dagegen nur 42 Prozent bereit, für hohe Sicherheitsmaßnahmen gegebenenfalls den Bezahlkomfort zu opfern. Neben dem Komfort spielt auch eine bessere Ausgabenkontrolle eine große Rolle bei der Wahl der Zahlungsmethode: Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der Deutschen nutzt Zahlungsarten, mit denen Ausgaben besser kontrolliert werden können.

Datenbasis:
Die Studie „Lost in transaction: The impact of COVID-19 on consumer payment trends” wurde von Paysafe und Sapio Research durchgeführt. Im März und April 2021 wurden in Deutschland, Österreich, Großbritannien, Italien, den USA, Kanada und Bulgarien über 8.000 Verbraucher unter anderem zu ihrem aktuellen Einkaufs- und Bezahlverhalten befragt.

Schlagworte: Einkaufsverhalten, Payment, Coronakrise, Coronavirus

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