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Coronapandemie

Wie die Krise die Passantenzahlen in Innenstädten beeinflusst

Im Coronajahr 2020 sind die Besucherzahlen in den Einkaufsstraßen der Innenstädte dramatisch eingebrochen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Unternehmensberatung Imtargis und des auf die Messung von Passantenfrequenzen spezialisierten Unternehmens Hystreet.

31.03.2021

© Ralph Peters / Imago Images

Ein häufiges Bild während der Coronakrise: geschlossene Läden in einer menschenleeren Fußgängerzone.

Demnach verringerte sich die Zahl der Passanten in den Einkaufsstraßen während der Geschäftszeiten durchschnittlich um fast ein Drittel (32 Prozent). Den stärksten Rückgang der Passantenzahlen gab es der Studie zufolge mit einem Minus von 50 Prozent in der Kaufinger Straße in München. Überdurchschnittlich stark waren die Rückgänge aber auch in Erlangen, Münster und Passau. Die geringsten Verluste verzeichnete Ingolstadt mit einem Minus von rund 22 Prozent.

Bereits der erste Lockdown im Frühjahr 2020 habe zu signifikanten Einbrüchen der Besucherfrequenzen geführt, berichteten die Experten. Nach den ersten Lockerungen seien die Besucherzahlen dann allmählich wieder gestiegen, hätten vielerorts die Vorjahreswerte aber nicht wieder erreicht. Der zweite Lockdown Ende 2020 habe dann erneut die Passantenzahlen einbrechen lassen.

Die Studie steht hier kostenlos zum Download bereit.

Datenbasis:
Hystreet hat die Passantenfrequenzen in den Haupteinkaufslagen von 60 deutschen Städten mithilfe von Lasern gemessen. Dabei wurden die Städte in Anlehnung an die Kategorisierung gemäß des Frühjahrsgutachtens des Zentralen Immobilienausschusses (ZIA) in A- bis D-Städte unterteilt. Für die A-Städte wurden neben der Haupteinkaufslage auch alle weiteren Zähllagen gesondert betrachtet.

Schlagworte: Innenstadt, Coronakrise, Coronavirus

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