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E-Commerce

Wie deutsche Händler gegen Konkurrenz aus Asien bestehen können

Die Herkunft eines Onlinehändlers und seiner Produkte wird von Konsumentinnen und Konsumenten kritisch hinterfragt, wie eine Untersuchung des ECC Köln und des E-Commerce-Automations-Anbieters Lengow zeigt. Mit Transparenz können deutsche Händler daher bei ihren Kunden punkten.

20.10.2021

© William W Potter / stock.adobe.com

Internationale Konkurrenz vor allem aus Asien macht deutschen Onlinehändlern zu schaffen.

Online sichtbar zu sein, das wird für viele Händler immer schwieriger. Vor allem aus Asien drängen vermehrt Billiganbieter auf den Markt, gegen die sich 82 Prozent der befragten deutschen Onlinehändler laut eigener Wahrnehmung nur schwer behaupten können. 

Ihnen kommt laut Studie jedoch zupass, dass die Konsumenten hierzulande mehrheitlich auf die Herkunft von Anbietern achten und einheimische vorziehen: Ganze 55 Prozent der befragten Verbraucher geben an, ein Produkt nicht zu kaufen, wenn klar wird, dass der Verkäufer aus dem asiatischen Ausland kommt. "Händler sollten Herkunft und Herstellung ihrer Produkte immer transparent machen – für viele Kunden ist das das entscheidende Kaufargument“, erläutert Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH.

Dabei sind es vor allem Frauen, die asiatischen Anbietern kritisch gegenüberstehen: Einmal bei einem asiatischen Onlinehändler eingekauft, würden nur 35 Prozent dies erneut tun, bei den Männern ist es rund die Hälfte (53 Prozent). Besonders skeptisch stimmen die Konsumentinnen und Konsumenten asiatische Onlinemarktplätze wie AliExpress und Co.

Kunden vertrauen großen Plattformen

Die bekannten Namen Otto, Amazon oder Zalando überzeugen dagegen weitaus mehr, vor allem in puncto Rücksendungen, Datenschutz und Vertrauen in das Angebot. Für rund zwei Drittel der Konsument (66 Prozent) wird der Standardcheck der Herkunft des Anbieters beim Kauf über diese Plattformen überflüssig.

Laut Oliver Bogatu, Country Manager DACH bei Lengow, kommt daher der Pflege von Produktdaten und dem Beantworten von Kundenfragen auf diesen Marktplätzen besondere Bedeutung zu. „Es ist wichtig, dass Händler ihren Käufern den qualitativen Unterschied zu Billigprodukten aus Asien klarmachen." Ein Weg, den viele bereits eingeschlagen haben: So investiert aktuell rund die Hälfte der befragten Händler neben dem Ausbau von digitalem Know-how und digitalen Vertriebswegen auch in Produktdatenpflege.

Die komplette Studie steht nach Angabe von Kontaktdaten hier zum Download bereit.

Datenbasis:
Für die Studie „Blick nach Fernost – Herkunft matters“ hat das ECC Köln in Zusammenarbeit mit Lengow im August 2021 500 Konsumentinnen und Konsumenten, die regelmäßig auf Onlinemarktplätzen einkaufen, in einer repräsentativen Onlineumfrage nach der Wahrnehmung von asiatischen Plattformen befragt und wie deutsche Händler wettbewerbsfähiger werden können. Ergänzt wurden die Daten durch die Befragung von rund 100 B2C-Onlinehändlern (Pure Player und Multichannel), die unter anderem ihre Produkte über Onlinemarktplätze verkaufen.

Schlagworte: E-Commerce, Asien, IFH Köln

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