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Gastbeitrag

Wie der Handel von IoT-Lösungen profitieren kann

Seit Beginn der Coronapandemie sieht sich der stationäre Handel mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Warum das Internet der Dinge eine Schlüsseltechnologie darstellt, um sie zu meistern, erklärt Robert Erdmann vom Technologieunternehmen Conrad Connect im Gastbeitrag.

Von Robert Erdmann, General Manager bei Conrad Connect 10.05.2021

© Geisser / Imago Images

IoT-Technologie macht etwa digitale Pförtner möglich, die Händler bei der Einhaltung von Coronaregeln unterstützen.

Nachdem die coronabedingt geschlossenen Geschäfte wieder öffnen durften, galt es, Hygienekonzepte und Abstandsregeln aufzubauen und deren Einhaltung sicherzustellen. Zudem mussten Kundenströme gezielt gesteuert und Rückstaus vermieden werden, es durfte sich nur eine bestimmte Zahl von Personen zugleich in den Räumlichkeiten aufhalten. Bei all diesen Aufgaben kann IoT-Technik die ideale Lösung darstellen. Wie dies konkret aussehen kann, zeigt das Beispiel eines digitalen Pförtners.

Strichlisten führen oder Einkaufswagen zählen: Diese Formen der Einlasskontrollen sind weder effizient noch besonders sicher. Die intelligentere Lösung ist ein digitaler Pförtner auf IoT-Basis. Der digitale Pförtner nutzt einen Sensor, der ein- und ausgehende Personen zählt – etwa durch den Einsatz von Radartechnik. Diese Daten sendet er in Echtzeit und verschlüsselt an eine IoT-Plattform, die sie auswertet und auf einem großen Bildschirm im Eingangsbereich übersichtlich visualisiert. Somit ist die aktuelle Kapazitätsauslastung jederzeit transparent.

Ein weiterer Vorteil: Der Händler kann sich via Dashboard über die Kundenströme informieren. So ist er in der Lage, Mitarbeiter genau dort einzusetzen, wo sie momentan gebraucht werden - etwa zur Beratung oder an der Kasse. Ein solcher Ansatz benötigt keine Kameras, ist daher grundsätzlich DSGVO-Konform und liefert jederzeit die gesetzlich geforderten Daten für behördliche Kontrollen.

Potenzial für weitere Use Cases

Die Einsatzmöglichkeiten der IoT-Technik beschränken sich aber nicht auf Einlasskontrollen. Gerade bei der Nutzung flexibler Plattformen, die eine Integration zahlreicher weiterer Systeme und Objekte erlauben, sind etliche weitere Anwendungsszenarien vorstellbar. So könnte in größeren Gebäuden eine smarte Indoor-Navigation der Kunden umgesetzt werden.

Auch für die automatische Warenbereitstellung und das kontaktlose Bezahlen sind IoT-Technologien geeignet. In letzterem Bereich sind gar Konzepte für echtes Frictionless Shopping realisierbar: Sensoren erkennen, welche Waren ein Kunde aus den Regalen entnimmt. Die Abrechnung erfolgt dann beim Verlassen des Geschäfts kontaktlos via Smartphone-App.

Ebenso ist es denkbar, Lautsprecher oder Bildschirme im Laden mit einer IoT-Plattform zu verknüpfen. Bei Schlangenbildung können sie beispielsweise automatisch Musik wiedergeben oder Kunden über Sonderangebote informieren. Nicht zuletzt können die über IoT-Sensoren erfassten Daten wichtige Einblicke in das Kundenverhalten liefern.

Insgesamt birgt das IoT erhebliche Potenziale für den Einzelhandel. Dies gilt nicht nur für die derzeitige Krise, sondern weit darüber hinaus: In Zukunft werden IoT-Lösungen sicherlich dazu beitragen, das Kundenerlebnis zu optimieren, die Kundenbindung zu stärken, Sicherheitsstandards einzuhalten, Prozesse effizienter zu gestalten und Ressourcen einzusparen.

Robert Erdmann ist General Manager bei Conrad Connect, einer IoT-Plattform für Smart Energy, Smart Living und Smart Mobility mit Sitz in Berlin. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Aufbau digitaler und datengetriebener Geschäftsmodelle: Als Chief Digital Officer bem Start-up Fos4X entwickelte er neue Anwendungen zur Optimierung der Windindustrie. Davor war er Mitbegründer von Telefónica Next, einer strategischen Ausgründung mit Fokus auf Mobilitätsdaten und IoT.

Schlagworte: IoT, Coronakrise, Coronavirus, Digitalisierung

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