Anzeige
Anzeige
EHI-Studie

Wie der Handel die E-Mobilität vorantreibt

Die Anzahl der E-Autos in Deutschland steigt rasant. Der Handel stellt bereits heute circa 10 Prozent der rund 38.000 Ladepunkte bundesweit, die Planungen lassen laut einer aktuellen EHI-Studie noch in diesem Jahr eine deutliche Steigerung erwarten.

05.05.2021

© Pixabay

Auf vielen Handelsparkplätzen gibt es bereits Ladesäulen - und es sollen noch mehr werden.

Insgesamt betreiben Handelsketten über 1.600 Ladestationen in Deutschland, das sind rund 3.800 einzelne Ladepunkte. 1.250 weitere Ladestationen, also rund 3.000 Ladepunkte, sind in diesem Jahr geplant. Das ergibt die Bestandsaufnahme, die das EHI im Rahmen der Initiative E-Mobilität, an der auch der Handelsverband Deutschland beteiligt ist, veröffentlicht hat. Hauptmotivation für den Handel ist demnach die Kundenloyalität.

Rund die Hälfte der befragten Händler bietet Kunden Lademöglichkeiten für ihre E-Autos an, ein Viertel plant dies. Für ein weiteres Viertel der Handelsunternehmen ist der Aufbau von E-Ladestationen nicht relevant, weil sie zum Beispiel in Innenstadtlagen nicht über Kundenparkplätze verfügen oder die Eigentümer der Immobilie den Aufbau der Ladestationen übernehmen. Ein Großteil der Ladestationen wird von Handelsunternehmen mit über 100 Filialen angeboten. Von ihnen betreiben 17 Prozent bis zu fünf Ladestationen, weitere 20 Prozent zwischen 6 und 10 Ladestationen und nochmal 17 Prozent verfügen über 11 bis 30 Ladestationen. Jede fünfte Handelskette hat bereits 51 bis 150 Ladestationen in Betrieb. Ein kleiner Anteil (acht Prozent) betreibt über 150 bis zu 400 Ladestationen. 

Die Handelsunternehmen errichten laut Analyse des EHI Ladestationen, um ihrer Kundschaft mehr Service zu bieten und damit deren Loyalität zu festigen. 80 Prozent der Befragten nennen Kundenbindung als Hauptgrund, um eine passende Ladeinfrastruktur einzurichten. An zweiter Stelle folgen mit 56 Prozent die Klimaziele. 50 Prozent nennen die Gesetzgebung als Treiber für den Ladeinfrastrukturaufbau. Weitere 28 Prozent der Befragten sehen im Angebot von Ladestrom durchaus ein Geschäftsmodell.

Potenzial zur Umsatzsteigerung

Die Ladezeit des Fahrzeugs wird unter anderem durch die Kapazität der Batterie, die Leistung der Ladestation und die Aufnahmeleistung des Fahrzeugs bestimmt. Entscheidend ist jedoch auch die Aufenthaltsdauer des Fahrers im Geschäft, die wiederum vom jeweiligen Betriebstyp abhängt. Die durchschnittliche Ladedauer beträgt bei über der Hälfte der Handelsunternehmen zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Bei 14 Prozent liegt sie unter einer Stunde, etwa ein Viertel der Handelsunternehmen gibt ein bis zwei Stunden an. Nur bei sieben Prozent liegt sie über zwei Stunden. 

Dabei laden 77 Prozent der Kundschaft im LEH ihr Auto zwischen 30 und 60 Minuten. Die Ladezeit im Shopping-Center ist bei 45 Prozent der Kundschaft mit 1 bis 2 Stunden doppelt so lang. So hat Stromtanken beim Shoppen laut EHI-Analyse durchaus das Potential, die Verweildauer im Geschäft und damit den Umsatz zu erhöhen.

Das Whitepaper steht nach Angabe von Kontaktdaten hier kostenlos zum Download zur Verfügung.

Datenbasis:
Die Studie basiert auf einer Online-Umfrage, die im Februar 2021 mit Energie- und Logistik-Verantwortlichen von Handelsfilialisten, mit mittelständischen Handelsunternehmen und Centerbetreibern im deutschsprachigen Raum durchgeführt wurde. Es haben sich 76 Handelsketten mit 42.564 Filialen und 25 Shopping-Fachmarktcenter beteiligt, davon rund die Hälfte aus dem LEH. 

Schlagworte: Elektroautos

Kommentare

Ihr Kommentar