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Pandemiepolitik

Wie der Handel die Beschlüsse des Bund-Länder-Treffens bewertet

Nach dem jüngsten Bund-Länder-Treffen sieht der Handelsverband Deutschland (HDE) die Abkehr von der alleinigen Fixierung auf die Inzidenzzahlen und den erklärten Verzicht auf einen weiteren Lockdown positiv. Er fordert die rasche Umsetzung der gefassten Beschlüsse.

11.08.2021

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Impfungen sind aus Sicht des HDE der einzige Weg zurück zur Normalität. Sie sind auch ein Eckpfeiler der Krisenpolitik von Bund und Ländern.

Die Beschlüsse zielten in die richtige Richtung, erklärt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Insbesondere unsere Forderung nach einem ausgewogeneren Kriterienkatalog zur Beurteilung der Pandemie-Lage wurde berücksichtigt. Die Inzidenzzahlen alleine zeigen angesichts steigender Impfquoten ein verzerrtes Bild“, erklärt er.

Jetzt müsse es darum gehen, weiter an der Beschleunigung der Impfkampagne zu arbeiten, um das Coronavirus dauerhaft in den Griff zu bekommen. Der Handel werde hier mit vereinten Kräften unterstützen. Impfen ist derzeit aus Sicht des HDE die einzige Maßnahme, die eine dauerhafte Rückkehr zu mehr Normalität sicherstellen kann.

Zustimmung zu verlängerten Überbrückungshilfen

Die explizite Absage an einen erneuten Lockdown begrüßt der HDE ausdrücklich: „Viele Händler könnten eine erneute Schließung nicht stemmen. Zudem braucht es mit dem Wissen von heute keine Geschäftsschließungen mehr, um die Pandemie erfolgreich zu bekämpfen. Das hat der Einzelhandel mit seinen erfolgreichen Hygienekonzepten längst bewiesen“, so Genth.

Der HDE begrüßt ebenso die Verlängerung der Überbrückungshilfen und sieht auch die Notwendigkeit des erleichterten Zugangs zum Kurzarbeitergeld. Bund und Länder müssten jetzt die heute gefassten Beschlüsse schnell in die Praxis umsetzen und eine langfristige Strategie für den Umgang mit dem Coronavirus entwickeln.

Schlagworte: Coronakrise, Coronavirus, HDE

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