Pandemie

Wie Coronatest-Angebote des Handels bei Verbrauchern ankommen

Corona-Schnelltests sind derzeit ein heiß diskutiertes Thema. Im Einzelhandel sind die Tests bereits zu erwerben, zudem planen einige Händler, für Bürger kostenlose Testzentren aufzubauen. Eine aktuelle Umfrage deutet darauf hin, dass diese Angebote positiv auf das Markenimage wirken.

17.03.2021

© Ernest Vursta / stock.adobe.com

Corona-Schnelltests für den Hausgebrauch haben inzwischen verschiedene Händler im Angebot.

Laut Befragung des Meinungsforschungsinsituts Appinio kann sich die Mehrheit der Bevölkerung vorstellen, die nun im Einzelhandel angebotenen Schnelltests zu nutzen. Die am häufigsten in Betracht gezogenen Gelegenheiten für einen Schnelltest aus dem Supermarkt oder der Drogerie sind Treffen mit Freunden und Familie, die zur Risikogruppe gehören (62 Prozent) und Besuche von Restaurants und Bars (60 Prozent).

Insbesondere die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen begrüßt demnach die Möglichkeit von Schnelltests aus dem Einzelhandel: Jeweils etwa zwei Drittel von ihnen können sich vorstellen, diese zu nutzen, um sich mit Familie oder Freunden zu treffen, die der Risikogruppe angehören (71 Prozent), um in Restaurants und Bars (68 Prozent) oder andere Einrichtungen wie Museen oder Kinos zu gehen (65 Prozent). Im Vergleich dazu erscheint die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen deutlich seltener bereit, diese Tests zu nutzen: Für ein Treffen mit Freunden oder Familie aus der Risikogruppe können es sich beispielsweise nur 56 Prozent vorstellen.

Die Pläne von Drogerieketten und Kaufhäusern, Testzentren aufzubauen, die Bürger kostenlos nutzen können, sind beinahe der Hälfte der Deutschen (45 Prozent) bekannt. Am häufigsten werden sie mit der Drogeriekette dm in Verbindung gebracht. Die Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass dieses Vorgehen positiv auf das Markenimage einzahlt: 80 Prozent der Befragten geben an, es als (eher) positiv zu bewerten. Rund 60 Prozent ist bekannt, dass der Staat die Kosten für die Testzentren trägt. Mit dreizehn Prozent glaubt jedoch fast jeder Siebte, dass der Einzelhändler die Kosten selbst trägt - vor allem in dieser Gruppe kommt das Vorhaben überdurchschnittlich gut an.

Weitere Ergebnisse der Befragung stehen hier kostenlos zum Download bereit.

Datenbasis:
Das Marktforschungsinstitut Appinio hat im wöchentlich erscheinenden Corona-Report 1.000 repräsentativ (nach Alter und Geschlecht) ausgewählte Menschen befragt, was sie von der andauernden Schließung des stationären Handels halten und wie der Lockdown den Hang zum Onlineshopping beeinflusst. Die aktuelle Umfrage erfolgte am 12.03.2021.

Schlagworte: Coronakrise, Coronavirus

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