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Positionspapier

HDE stellt Strategie zur Revitalisierung der Stadtzentren vor

Mit Blick auf die bevorstehenden Koalitionsgespräche und die neue Legislaturperiode mahnt der Handelsverband Deutschland (HDE), die Revitalisierung der Stadtzentren nicht zu vernachlässigen. Der Verband fordert etwa eine Möglichkeit zur Abschreibung von Innenstadt-Investitionen.

19.10.2021

© C William / stock.adobe.com

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert, eine Strategie zur Wiederbelebung der Innenstädte zu entwickeln.

„Unsere Innenstädte sind hart getroffen von den Auswirkungen der Coronakrise. In der neuen Legislaturperiode müssen die Stadtzentren deshalb noch mehr in den Fokus der Politik rücken“, erklärt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Wichtig sei insbesondere, Anreize für zukunftsorientierte Maßnahmen zur Modernisierung und Instandsetzung zu schaffen. Wer in die Digitalisierung, Entwicklung und Nachhaltigkeit der Innenstädte investiere, solle unterstützt werden. 

Ein zentrales Förderinstrument kann nach Auffassung des HDE durch die Schaffung eines Sonderabschreibungsprogramms entstehen. Auf Basis der im Einkommenssteuergesetz geregelten Absetzung für Abnutzung (AfA) sollten demnach Sonderabschreibungen für das gesamte Gebiet der Innenstadt möglich sein.

Diese Sonder-AfA-Innenstadt würde ohne direkte staatliche Förderung Investitionen in städtebauliche Maßnahmen anregen, führt der HDE aus. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren könnten 100 Prozent der jeweiligen Herstellungskosten abgesetzt werden.

Genth: Kompentenzen bei Innenstadtentwicklung bündeln

„Durch die Sonder-AfA-Innenstadt erhalten Händlerinnen und Händler die Möglichkeit, auch in dieser herausfordernden Zeit in die Innenstädte der Zukunft zu investieren“, erklärt Genth. Auch Modernisierungsmaßnahmen im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz ließen sich mit der Möglichkeit der Sonderabschreibung gezielt fördern.

Anstreben müsse die künftige Bundesregierung allerdings auch eine bundesweite Zusammenführung der Kompetenzen in der Innenstadtentwicklung, etwa durch die Gründung eines Bundesinstituts Innenstadt. „Es gilt, alle Stadtakteure koordiniert einzubinden“, betont Genth. Darüber hinaus hält der HDE auch seine Forderung nach einem Sonderprogramm für die Innenstadtentwicklung mit jährlich mindestens 500 Millionen Euro für eine Laufzeit von fünf Jahren weiter aufrecht.

Das komplette Strategiepapier zum Thema Innenstadt finden Sie hier.

Schlagworte: HDE, Innenstadt, Coronakrise, Lockdown

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