Umfrage

Welche Serviceangebote sich für Händler im Lockdown lohnen

Der aktuelle Corona Consumer Check des IFH Köln bestätigt: Das Konsumverhalten der Deutschen verschiebt sich weiter ins Netz. Für stationäre Händler lohnen sich während des Lockdowns am ehesten Cross-Channel-Ansätze wie etwa Click & Collect-Angebote.

09.02.2021

© Simon Lehmann / PhotoGranary

Click & Collect-Angebote helfen Händlern, auch während des Lockdowns ihre Kunden zu erreichen.

Die Stimmung der Deutschen ist zu Beginn des neuen Jahres durch die anhaltenden Einschränkungen zur Eindämmung der Coronapandemie getrübt. So gibt ein Großteil der Befragten an, aktuell genervt (38 Prozent) oder angespannt (32 Prozent) zu sein. Als entspannt beschreiben sich aktuell nur 26 Prozent der Befragten und damit weniger als in allen vorausgegangenen Befragungen.

Ängstlich gestimmt sind lediglich 14 Prozent. Damit befindet sich dieser Wert nahezu auf dem gleichen Niveau wie zu Beginn der Pandemie im März 2020. Die angespannte Stimmung zeigt sich auch im Konsumverhalten: Aktuell geben 37 Prozent an, weniger einzukaufen als vor dem zweiten Lockdown. 

Die weitgehende Schließung des Einzelhandels befeuert laut der IFH-Umfrage weiterhin den Onlinehandel: 34 Prozent der befragten Konsumenten geben an, Einkäufe bewusst vom stationären Handel in den Onlinekanal verlagert zu haben – acht Prozentpunkte mehr als zum Ende des vergangenen Jahres im Weihnachtsgeschäft. Damit ist der Onlineshift im Zeitvergleich der regelmäßig für den Corona Consumer Check durchgeführten Umfragen nahezu gleichauf mit dem bisher ermittelten Höchstwert im Mai 2020 (35 Prozent).

Innovative Services noch selten genutzt

Neue Serviceangebote, die es dem Einzelhandel erlauben, trotz geschlossener Läden, Waren zu verkaufen, werden bisher von Konsumenten noch eher selten aufgegriffen. Am meisten genutzt wird Click & Collect, das 17 Prozent der Befragten bereits genutzt haben, dicht gefolgt von Lieferservice-Angeboten von Händlern (16 Prozent).

Neuere Cross-Channel-Services, wie beispielsweise die Beratung über soziale Netzwerke, virtuelle Showrooms oder virtuelle Shoppingangebote werden noch kaum genutzt (5 Prozent). Dabei werden letztere von den befragten Konsumenten zwar als interessant bewertet, sind allerdings noch kaum bekannt. Im Ausbau dieser und weiterer Cross-Channel-Angebote und ihrer entsprechenden Kommunikation in die Zielgruppe liegt ein wichtiger Ansatz für den stationären Handel.

Mehr Informationen zur aktuellen Untersuchung stehen hier kostenlos zum Download bereit.

Datenbasis:
Während der Coronakrise analysiert das IFH Köln im Rahmen des Corona Consumer Check bevölkerungsrepräsentativ das Stimmungsbild zum Konsumverhalten in Deutschland. Hierfür werden 500 Konsumentinnen und Konsumenten in einer repräsentativen Onlinebefragung zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. 2020 führte das IFH sieben Befragungen zwischen März und Dezember durch. Die vorliegende Befragung wurde in der letzten Januarwoche 2021 durchgeführt.

Schlagworte: IFH Köln, Coronavirus, Lockdown

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