Analyse

Welche Gartenartikel im ersten Coronajahr besonders gefragt waren

Der Markt für Gartenbedarf konnte im vergangenen Jahr um gute zehn Prozent zulegen. Das zeigen Daten des IFH Köln und des Industrieverbands Garten. Demnach wuchs vor allem der Onlineabsatz, doch auch stationäre Händler konnten ein Umsatzplus verbuchen.

16.02.2021

© Patryk Kosmider / stock.adobe.com

Der deutsche Gartenmarkt konnte sich der Analyse zufolge im vergangenen Jahr deutlich positiv entwickeln. So führten unter anderem ausgefallene Urlaubsreisen und wenige alternative Ausgabemöglichkeiten zu deutlich höheren Umsätzen in den Bereichen Do-It-Yourself und Garten. Damit beläuft sich, vor dem Hintergrund einer sehr moderaten Preissteigerungsrate und nach aktuellen Hochrechnungen, das Umsatzwachstum des Gartenmarkts im Jahr 2020 auf 10,2 Prozent. Für das Gesamtmarktvolumen bedeutet das einen Rekordwert von 20,88 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen, was einem Plus gegenüber 2019 von immerhin über 1,9 Milliarden Euro entspricht.

„Vom sogenannten Cocooning, der Fokussierung auf das eigene Heim, konnte der gesamte Gartenbereich profitieren. Der generell zu beobachtende Onlineshift im vergangenen Jahr sorgte auch bei Gartenartikeln für ein sprunghaftes Plus dieses Vertriebswegs", resümiert Christian Lerch, Senior Consultant am IFH Köln. Aber auch stationäre Formate hätten überwiegend zulegen können.

Zuwächse in allen Warengruppen

Der detaillierte Blick auf die Daten zeigt: Alle Warengruppen entwickelten sich durchweg positiv. Dabei erreicht das im Gesamtvolumen etwas kleinere Segment der Gartenhartwaren ein eindrucksvolles Plus in Höhe von 16,8 Prozent. Spitzenreiter in diesem Segment ist dabei mit einem Plus von über 20 Prozent der Bereich „Sonstige Gartenausstattung, Holz im Garten, Wasser im Garten“, wo insbesondere die Nachfrage nach Produkten aus dem Segment Holz im Garten (etwa Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Carports, Terrassenholzböden, Spielgeräte) anstieg.

Der Online-Vertriebskanal hat im Gartenmarkt eine kontinuierliche Aufwärtsbewegung erfahren. So betrug das absolute Wachstum in den vergangenen Jahren jeweils rund 100 Millionen Euro jährlich und konnte sich 2020 mit einem Umsatzplus von 350 Millionen Euro mehr als verdreifachen – Tendenz weiter steigend.

Schlagworte: Garten, IFH Köln

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