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Coronapandemie

Welche Einkaufserlebnisse die Deutschen im Lockdown vermissen

Seit dem 16. Dezember 2020 befindet sich Deutschland in einem harten Lockdown, der bis zum 7. März grundsätzlich Bestand haben soll. Das bedeutet auch die Schließung weiter Teile des Non-Food-Einzelhandels. Eine Umfrage zeigt: Den Verbrauchern fehlt das Einkaufen in der City.

03.03.2021

© Daniel Kubirski / Picture Alliance

Die Deutschen freuen sich einer Umfrage zufolge nach dem Lockdown auf belebtere Einkaufsstraßen.

Die Umfrage des Marktforschungsunternehmen Appinio zeigt: Der Bummel in der Innenstadt war vor der Coronapandemie fester Bestandteil der Freizeit vieler Deutscher. Ein Drittel (36 Prozent) der Befragten sind mindestens einmal pro Woche zum Einkaufen oder Shoppen in die Innenstadt oder Geschäfte gegangen, 45 Prozent mindestens einmal pro Monat.

Seit dem Lockdown ist das unbeschwerte Shopping nicht mehr möglich, doch die Sehnsucht bleibt groß, was sich auch in den Antworten der Befragten widerspiegelt: Ganze 75 Prozent vermissen das Einkaufen in Geschäften und der Innenstadt (sehr bis eher), mit nur leichten Unterschieden zwischen Frauen und Männern (77 vs. 73 Prozent).

Die Analyse der Ergebnisse offenbart verschiedene Gründe, warum Menschen lieber vor Ort kaufen: 82 Prozent schätzen die sofortige Verfügbarkeit, 81 Prozent der Befragten wollen Produkte vor Ort ausprobieren, anfassen oder anziehen. Darüber hinaus freuen sich 75 Prozent der Befragten, keine Versandkosten bezahlen zu müssen. Auch das Stöbern, Entdecken und die Suche nach Inspiration sind häufig genannte Gründe, um bei lokalen Händlern einzukaufen (76 Prozent). 

Onlinekauf gerne bei lokalen Händlern

Ist der Einzelhandel geschlossen, gehen viele Konsumenten dazu über, ihr Wunschprodukt online zu bestellen. 78 Prozent der Befragten finden es wichtig, dass lokal ansässige Einzelhändler mit ihrem Angebot auch online auffindbar sind. Die Schließung der lokalen Geschäfte hat kaum überraschend eher positive Effekte für das Online-Shopping. So haben 67 Prozent der Befragten etwas im Internet bestellt, was sie sonst im Einzelhandel oder anderen stationären Geschäften erworben hätten. Hier gibt es signifikante Unterschiede zwischen Frauen und Männern (71 vs. 62 Prozent).

Dürfen demnächst mehr Branchen und Geschäfte öffnen, haben auch Konsumenten die Wahl, ob sie wieder mehr vor Ort oder doch online einkaufen. Befragt nach ihrem zukünftigen Einkaufsverhalten, zeigen sich sortimentsbezogene Unterschiede: 82 Prozent würden Lebensmittel nach wie vor offline kaufen, mit großem Abstand folgen Produkte aus der Apotheke oder Drogerie (66 Prozent) sowie Dinge für den Garten oder Hausbau (63 Prozent).

Dagegen vermehrt online geshoppt würden Bücher, Spielzeuge und andere Gegenstände fürs eigene Hobby (39 Prozent), Elektronik und Technik (37 Prozent) sowie Sportartikel wie Yogamatten oder Fahrräder (31 Prozent).

Die vollständigen Ergebnisse der Befragung stehen hier kostenlos zum Download bereit.

Datenbasis:
Das Marktforschungsinstitut Appinio hat im wöchentlich erscheinenden Corona-Report 1.000 Menschen repräsentativ (nach Alter und Geschlecht) befragt, was sie von der andauernden Schließung des stationären Handels halten und wie der Lockdown den Hang zum Online-Shopping beeinflusst. Die aktuelle Umfrage erfolgte am 26.2.2021.

Schlagworte: Innenstadt, Coronakrise, Coronavirus, Lockdown

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