Coronapandemie

Welche Anpassungen kleinen Händlern durch die Krise helfen

96 Prozent der Klein- und Kleinstunternehmer geben bei einer Umfrage des Zahlungsdienstleisters Sumup an, ihr Geschäft sei von der Coronapandemie betroffen. Rund die Hälfte hat mit Anpassungen des Geschäftsmodells reagiert, um überhaupt noch Umsatz erzielen zu können.

31.03.2021

© Rupert Oberhäuser / Imago Images

Click-and-Collect-Modelle sind eine der Anpassungen, mit denen kleine Händler versuchen, die Krise zu überstehen.

So bieten 28 Prozent der an der SumUp-Umfrage teilnehmenden Händler erweiterte Zahlungsmöglichkeiten (wie Rechnungen, QR-Codes oder auch Zahlungslinks) an und jeder Dritte den Kauf von Gutscheinen. 23 Prozent starteten mit einem Onlineshop und 21 Prozent bieten den Kunden nun auch Click and Collect als Option an.

Die Veränderungen werden von Kunden wie auch Händlern positiv wahrgenommen. Daher will fast jeder Zweite (48 Prozent) der Klein- und Kleinsthändler diese laut Umfrage auch zukünftig beibehalten. Jeder Dritte (33 Prozent) ist bei dieser Entscheidung noch unentschlossen, lediglich 20 Prozent bekunden kein Interesse daran, die coronabedingten Anpassungen nach der Pandemie weiterzuführen. 

Trotz der schwierigen Umstände wirken sich die Anpassungen auf das Geschäft für viele positiv aus: So geben drei Viertel (76 Prozent) der Klein- und Kleinstunternehmer an, in der für sie so schwierigen Zeit aufgrund von Geschäftsanpassungen und erweiterten Bezahlangeboten zusätzliche Kunden gewonnen zu haben. Fast jeder Fünfte erklärt, dass der Umsatz pro Kunde nun höher ist. 54 Prozent sind der Meinung, dass auch bargeldlose Zahlungsmöglichkeiten ihr Geschäft voranbringen.

Händler sehen Hygienegewinn durch bargeldlose Zahlung

Dabei überzeugt jeden Zweiten (50 Prozent) vor allem die praktikablere und einfachere Handhabung im Vergleich zum Bargeld. 23 Prozent sind der Meinung, dass der Verzicht auf Bargeld zudem viel hygienischer sei – ein Aspekt, der gerade in der aktuellen Zeit für Händler wie auch Kunden wichtiger denn je ist. 18 Prozent schätzen die einfachere Buchhaltung, während sechs Prozent digitale Zahlungsarten als sicherer im Vergleich zu Bargeld einstufen. 

„Trotz der schwierigen Situation, die die Coronapandemie nach wie vor mit sich bringt, verlieren viele Klein- und Kleinsthändler ihre Kreativität und ihren Optimismus nicht und haben sich auf die Situation mittlerweile ganz gut eingestellt“, kommentiert Alexander von Schirmeister, Executive Vice President Europe bei SumUp, die Ergebnisse.

Datenbasis:
Die Umfrage unter 864 deutschen Händlern, die Kunden des Payment-Dienstleisters SumUp sind, erfolgte zwischen dem 28. Februar und dem 5. März 2021.

Schlagworte: Coronakrise, Coronavirus, Digitalisierung, Payment

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