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Umfrage

Was sich Verbraucher beim stationären Einkauf wünschen

Deutsche Konsumenten freuen sich, wieder Läden besuchen zu können. Sie legen dabei jedoch Wert auf Sicherheitsvorkehrungen, um eine Infektion mit dem Coronavirus zu verhindern - und auf gute Beratung. Das belegt eine Umfrage des Software-Anbieters Manhattan Associates.

13.07.2021

Deutsche Verbraucher kaufen gerne wieder vor Ort im Laden ein. Dabei ist ihnen jedoch die Einhaltung der Coronaregeln wichtig.

Endlich wieder vor Ort einkaufen: 56 Prozent der Befragten verspüren seit der Wiedereröffnung der Geschäfte ein ebenso großes Shopping-Bedürfnis wie vor der Coronapandemie, bei 16 Prozent ist es sogar höher. Lediglich 23 Prozent stufen es der Umfrage zufolge als geringer ein als zuvor. Knapp die Hälfte empfindet die noch bestehenden Infektionsschutzmaßnahmen wie Abstands- und Maskenpflicht nicht als hinderlich beim Einkaufen.

Allerdings ist das Einkaufen noch eher Mittel zum Zweck als eine Freizeitbeschäftigung: 53 Prozent der Befragten gab an, den Einkauf derzeit nicht als erholsamen Ausflug zu betrachten, 66 Prozent empfinden Gedränge in Supermärkten oder Geschäften als störend. 37 Prozent der Befragten vermeiden den Besuch von Einkaufszentren komplett. 42 Prozent kaufen immer noch lieber online ein anstatt im Geschäft. Dabei haben mehr als zwei Drittel der Umfrageteilnehmer Verständnis für Versand-Verzögerungen aufgrund des hohen Bestellaufkommens.

„Diese Werte zeigen, dass der langsam wieder aufflammende Enthusiasmus für den stationären Handel noch fragil ist“, kommentiert Pieter Van den Broecke, Managing Director Benelux and Germany bei Manhattan Associates. „Im Falle erneut ansteigender Corona-Inzidenzwerte kann das Pendel ganz schnell wieder in Richtung Onlinehandel ausschlagen.“

Shopping mit Strategie

Die deutliche Mehrheit der Befragten geht nicht einfach spontan ins Geschäft (55 Prozent), sondern plant ganz genau, was sie vor Ort kaufen will (76 Prozent). 71 Prozent möchten zudem nach Möglichkeit sicherstellen, dass das Verkaufspersonal und die anderen Kunden die festgelegten Coronamaßnahmen einhalten. Die neu angebotene Option zum Einkauf mit Termin kommt bei den Verbrauchern nicht so gut an: Nur gut ein Viertel findet dieses Angebot attraktiv.

Die Umfrage zeigt auch, welche Vorzüge der physische Einkauf aus Sicht der Konsumenten bietet: Die Möglichkeit, ein Produkt persönlich prüfen zu können, ist für 69 Prozent der Befragten der Hauptgrund für den Gang ins Geschäft. Das Ergebnis deckt sich auch mit dem kürzlich veröffentlichten International Omni-Channel Retail Report 2021 von YouGov, in dem 62 Prozent aller Befragten dies als wichtiges Argument bezeichnet hatten.

Eine hervorragende und persönliche Beratung wird von 48 Prozent der Befragten positiv bewertet, aber auch erwartet als Zeichen der Dankbarkeit dafür, dass sie sich trotz der Einschränkungen ins Geschäft begeben. 45 Prozent der Befragten geht es nicht in erster Linie darum, die Ware direkt mitnehmen zu können. Es reicht ihnen, wenn das Personal dafür sorgt, dass sie sie zeitnah bekommen – etwa in der gewünschten Farbe beziehungsweise Größe.

Datenbasis:
Die Online-Umfrage führte das Marktforschungsunternehmen YouGov im Auftrag von Manhattan Associates durch, es nahmen zwischen dem 23.06.2021 und dem 25.06.2021 2.084 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Schlagworte: Stationärhandel, stationärer Einzelhandel, Coronavirus

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