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Umfrage

Warum Verbraucher sich beim Stationärkauf zurückhalten

Eine Umfrage des IFH Köln blickt auf das stationäre Einkaufsverhalten und zeigt: Auch nach dem zweiten Lockdown werden Ladengeschäfte noch verhalten besucht. Die Verbraucher sind verunsichert, sie empfinden Abstandsregeln und andere Sicherheitsmaßnahmen teils als unzulänglich.

03.08.2021

© Carlo Prearo / stock.adobe.com

Beim Stöbern im Laden fühlen sich viele Verbraucher einer Umfrage zufolge noch immer unsicher.

Seit einigen Wochen ist der stationäre Einzelhandel in Deutschland wieder geöffnet, doch eine stärkere Frequentierung des stationären Handels nach dem zweiten Lockdown hat der Umfrage zufolge nicht wieder eingesetzt. Die Lust, endlich wieder ein Geschäft zu besuchen, ist zwar bei knapp der Hälfte der Konsumenten vorhanden - aber die Angst vor einer Infektion verhindert viele Shoppingtouren.

Im direkten Vergleich der Besuche des stationären Handels zu verschiedenen Zeitpunkten im Laufe der Pandemie wird deutlich, dass auch Wochen nach dem zweiten Lockdown die Frequenzen im Juli 2021 nicht wieder angestiegen sind. Zwar nehmen die täglichen oder zweitäglichen Besuche leicht zu; mehrmalige wöchentliche Besuche gehen dagegen im Vergleich zu November letzten Jahres um neun Prozentpunkte zurück. Auch steigt die Zahl derer, die stationäre Läden seltener oder gar nicht aufsuchen, stetig.

Vor allem Jüngere planen weniger stationäre Einkäufe

Insbesondere jüngere Konsumentinnen und Konsumenten zwischen 18 und 29 Jahren wollen auch zukünftig weniger stationär einkaufen als vor der Pandemie (47 Prozent). Im Gesamtschnitt der Bevölkerung ist der bewusste Wechsel vom stationären Kauf hin zum Onlinekanal mit 33 Prozent noch etwas weniger stark ausgeprägt. Ebenfalls rund ein Drittel ist noch unschlüssig und ein weiteres Drittel gibt an, dass die Pandemie sein Onlineeinkaufsverhalten nicht nachhaltig ändern wird.

Eine Mehrheit von 60 Prozent der Befragten ist mit den Hygienekonzepten im stationären Handel zufrieden. Dagegen sind 21 Prozent eher ängstlich und fühlen sich nicht sicher beim stationären Einkauf; 38 Prozent meiden Geschäfte aufgrund zu großer Menschenmassen in den Innenstädten.

Weitere Informationen zum Corona Consumer Check des IFH finden Sie hier.

Datenbasis:
Das IFH Köln befragt im Rahmen seines „Corona Consumer Check“ regelmäßig 500 repräsentativ ausgewählte Konsumentinnen und Konsumenten zu ihrem Einkaufsverhalten. 2020 führte das IFH sieben solche Befragungen zwischen März und Dezember durch. 2021 fand die erste Befragung Ende Januar statt, eine zweite Mitte März. Die vorliegende Befragung wurde Mitte Juli 2021 durchgeführt und ist damit bereits der zehnte Corona Consumer Check.

Schlagworte: stationärer Einzelhandel, IFH Köln, Coronakrise

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