E-Commerce

Warum Social Shopping in der Kundengunst steigt

Obwohl das stationäre Einkaufen für die Deutschen weiterhin einen hohen Stellenwert behält, erwerben sie Produkte auch vermehrt über soziale Netzwerke. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie des Digital-Marketing-Unternehmens Bazaarvoice.

03.03.2021

© Chinnapong / stock.adobe.com

Das Einkaufen über soziale Netzwerke hat an Beliebtheit gewonnen.

Der Studie zufolge haben 46 Prozent und damit fast die Hälfte der Deutschen auch während der Coronapandemie ihre Einkäufe stationär getätigt. Die Hauptgründe sind neben der haptischen Produktwahrnehmung (44 Prozent) vor allem die direkte Warenverfügbarkeit (26 Prozent). Parallel dazu haben allerdings bereits 30 Prozent der Deutschen Produkte über Social-Media-Plattformen gekauft, ein Viertel (26 Prozent) tat dies sogar ein- bis zweimal pro Monat.

Die Hauptgründe hierfür sind laut Studie der einfache Kaufvorgang, der mit nur wenigen Klicks getätigt werden kann (31 Prozent), ansprechende Produktinszenierungen (29 Prozent) und gut funktionierendes AdTargeting (20 Prozent). Facebook (33 Prozent), Instagram (31 Prozent) und YouTube (30 Prozent) sind nach wie vor die wichtigsten sozialen Medien, auf denen deutsche Verbraucher Marken und Einzelhändlern folgen und sich über Produkte informieren.

Zusätzliche Bilder steigern Conversion Rate

Jeder dritte Deutsche (33 Prozent) gibt zudem an, dass sich die eigene Kaufabsicht in sozialen Netzwerken festigt, sobald Produkte mit anklickbaren Tags versehen sind, um weitere Produktinformationen zu erhalten. Dabei bevorzugt es die Hälfte der deutschen Verbraucher (48 Prozent), wenn neben den offiziellen Produktbildern auch Fotos von Kunden verfügbar sind, auf denen das gewünschte Produkt etwa in Gebrauch dargestellt wird.

„Zweifelsohne hat Covid-19 die Einkaufsgewohnheiten der Deutschen nachhaltig verändert“, kommentiert Tobias Stelzer, Head of Sales Central Europe bei Bazaarvoice, die Ergebnisse. Doch auch wenn E-Commerce und Social Commerce in Deutschland stark zugenommen hätten, suchten Verbraucher – Corona zum Trotz – auch weiterhin das stationäre Einkaufserlebnis. Stelzers Rat: "Marken und Einzelhändler müssen einen Omnichannel-Ansatz verfolgen, der Kunden ermöglicht, einzukaufen, wie, wann und wo sie es wollen."

Weitere Informationen zur Studie stehen nach Angabe von Kontaktdaten hier zum Download bereit.

Datenbasis:
Für die jährlich erscheinende Studie „Shopper Experience Index“ des Digital-Marketing-Unternehmens Bazaarvoice wurden aktuell 6.090 Verbraucher in acht Ländern befragt, darunter 1.002 aus Deutschland.

Schlagworte: Coronakrise, Coronavirus, E-Commerce, Social Commerce

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