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Umfrage

Warum Second-Hand-Shopping boomt

An- und Verkauf von Gebrauchtware im Netz boomen, die hauptsächlichen Gründe dafür sind laut einer Umfrage des IFH Köln das Nachhaltigkeitsbewusstsein der Verbraucher und ihre Lust an der Schnäppchenjagd. Zu den Gewinnern gehören große Plattformen wie Ebay und Amazon.

20.04.2021

© Imagesstudio / stock.adobe.com

Viele Verbraucher haben die Zeit der Pandemie genutzt, um zum Beispiel ungenutzte Kleidung auszusortieren.

Der Onlineabsatz wächst, das gilt auch für Second-Hand-Produkte. Was vor der Pandemie auf Flohmärkten stattfand, ist auf verschiedenen Plattformen auch online möglich. Und von diesen Möglichkeiten machen Konsumenten seit Beginn der Coronakrise im letzten Jahr verstärkt Gebrauch, wie vom IFH Köln im Rahmen des Corona Consumer Check erhobene Daten zeigen. 

Knapp zwei Drittel der Konsumenten haben seit Beginn der Pandemie ausgemistet. Dabei scheint das Bedürfnis, sich von alten, gebrauchten Dingen zu trennen, bei den jüngeren Befragten zwischen 18 und 29 Jahren deutlich ausgeprägter zu sein (80 Prozent). Altersgruppenübergreifend ging es dabei vor allem an den Kleiderschrank: 73 Prozent haben in der Pandemie Kleidung aussortiert, gefolgt von Schuhen (38 Prozent) und Büchern (33 Prozent). 

Kleinere Online-Markplätze selten genutzt

Ebay und Amazon sind laut der Umfrage auch bei Second-Hand-Ware die relevanten Kanäle. Nahezu alle befragten Konsumenten kennen Ebay Kleinanzeigen (98 Prozent) und den Amazon Marketplace (96 Prozent), dabei liegt die Plattform von Ebay (67 Prozent) bei den tatsächlich getätigten Käufen vor Amazon (53 Prozent). Andere Online-Marktplätze speziell für Kleidung – zum Beispiel Vinted oder Mädchenflohmarkt – sind zwar mehrheitlich bekannt, werden aber erst von 17 Prozent wirklich genutzt. Verlierer unter den Onlinemarktplätzen ist der Facebook Marketplace mit verhältnismäßig wenigen Käufen (12 Prozent). 

Und was motiviert die Nutzer? 52 Prozent der Second-Hand-Käufer kaufen Gebrauchtes vor allem, um grundsätzlich Geld zu sparen. Die Suche nach ganz bestimmten Produkten zum Schnäppchenpreis spielt ebenfalls oft eine Rolle (48 Prozent). Für 40 Prozent der Befragten sind Nachhaltigkeitsaspekte ausschlaggebend, um Second-Hand-Ware zu kaufen.

Mehr Informationen zum Corona Consumer Check des IFH finden Sie kostenlos hier.

Datenbasis:
Anlässlich der aktuellen Coronakrise analysiert das IFH Köln im Rahmen seines Corona Consumer Check bevölkerungsrepräsentativ das Stimmungsbild zum Konsumverhalten in Deutschland. Hierfür werden 500 Konsumentinnen und Konsumenten in einer repräsentativen Onlinebefragung zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. 2020 führte das IFH Köln sieben Befragungen zwischen März und Dezember durch. 2021 fand die erste Befragung Ende Januar statt, die vorliegende Befragung wurde Mitte März 2021 durchgeführt und ist damit bereits der neunte Corona Consumer Check.

Schlagworte: Coronakrise, Coronavirus, Second-Hand, IFH Köln, Nachhaltigkeit

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