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Payment

Warum der Handel digitale Zahlungsangebote ausbaut

Die Coronapandemie sorgt für den Durchbruch der digitalisierten Zahlung am POS. Insbesondere bargeld- und kontaktloses Bezahlen ist immer häufiger möglich und wird von Konsumenten genutzt, wie eine Studie des ECC Köln belegt.

05.05.2021

© Nattakorn Maneerat / iStock

Digitale Bezahlverfahren werden das Bargeld nach und nach verdrängen, so die Prognose der aktuellen Studie.

Noch sind Schein und Münze die Lieblinge deutscher Konsumenten, wenn es um das Bezahlen an der Ladenkasse geht. Aber: Schon heute zahlt jeder Dritte kontaktlos, auch andere bargeldlose Zahlungsverfahren gewinnen an Bedeutung. In ihrer aktuellen Paymentstudie untersuchen ECC Köln und Professor Malte Krüger unter anderem den Aufschwung des kontaktlosen Bezahlens und die damit verbundene Digitalisierung am POS und zeigen, wie Händler auf das veränderte Konsumentenverhalten reagieren.

68 Prozent der Konsumenten haben demnach infolge der Coronapandemie ihr Bezahlverhalten am POS verändert. Dabei gewinnen insbesondere bargeldlose Verfahren zunehmend an Bedeutung und werden nicht mehr nur von smartphone- und onlineaffinen Kunden genutzt. So geben 71 Prozent der Befragten an, mittlerweile häufiger kontaktlos mit Karte zu bezahlen. Die Bonhöhe scheint dabei irrelevant: Die Spanne reicht von Kleinstbeträgen bis hin zu Zahlungen von über 500 Euro. Kontaktloses Bezahlen am POS wird damit für jeden zweiten Konsumenten zur Selbstverständlichkeit.

Handel baut Zahlungsangebot weiter aus

Wie reagiert der Handel auf die veränderten Kundenanforderungen? 74 Prozent der Händler nehmen die Veränderungen im Bezahlverhalten wahr. Zwar bietet der Großteil der stationären Händler bereits heute einen breiten Payment-Mix, jeder zweite Händler rüstet basierend auf den Entwicklungen dennoch nach.

Dabei wird vor allem die Zahlung per Girocard beziehungsweise EC-Karte (50 Prozent), kontaktlose Zahlung per NFC oder QR-Code (46 Prozent) und die Zahlung mit Kreditkarte (42 Prozent) möglich gemacht. Mit gutem Grund: Rund ein Drittel der Konsumenten präferiert heute Geschäfte, die digitales Bezahlen ermöglichen. 17 Prozent meiden sogar Geschäfte, die nur Bargeld akzeptieren.

Mobile Payment im Aufwind

Noch immer zahlen zwar 63 Prozent der Konsumenten (sehr) oft mit Bargeld. Gleichzeitig sinkt die Bedeutung des Zahlungsmittels seit Jahren – das merkt auch der Handel. Nur ein kleiner Teil der Händler kann sich aber vorstellen, gänzlich darauf zu verzichten, Barzahlung anzubieten. Hat sich die Kundschaft jedoch einmal an die Vorteile bargeldlosen Bezahlens wie Bequemlichkeit, Schnelligkeit und Hygiene gewöhnt, werden es Schein und Münze in Zukunft schwer haben, so die Prognose der Studienautoren.

„Durch den hohen Stellenwert des Smartphones beim (Online-)Shoppen ist zu erwarten, dass Mobile Payment zukünftig weiter an Relevanz gewinnt“, erklärt Mailin Schmelter, stellvertretende Bereichsleiterin am ECC Köln, zu den Ergebnissen der Studie.

Die komplette Studie steht hier kostenpflichtig zum Download bereit.

Datenbasis:
Für die ECC Paymentstudie hat das ECC Köln in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Malte Krüger 2.055 deutsche Konsumentinnen und Konsumenten im Januar 2021 befragt. Darüber hinaus wurde zeitgleich eine Umfrage unter 242 überwiegend kleinen und mittelständischen Händlern durchgeführt. Die ECC Paymentstudie untersucht bereits zum 25. Mal Angebot und Nachfrage von Zahlungsverfahren (online und stationär), hinterlegte Zahlungsverfahren bei digitalen Wallets wie PayPal und Google Pay sowie Betrugsrelevanz und -prävention aus Händlersicht. In diesem Jahr werden zudem die Auswirkungen der Coronapandemie auf Zahlungsgewohnheiten und -angebot sowie die Entwicklung des kontaktlosen Bezahlens am POS unter die Lupe genommen.

Die ECC Paymentstudie wurde unterstützt von folgenden Unternehmen: Klarna, Lowell Financial Services GmbH, VR Payment GmbH, Unzer GmbH.

Schlagworte: Payment, ECC-Studie, ECC Köln

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