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Verbände fordern mehr Fokus auf Mittelstand nach Corona

07.06.2021

Zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise muss die Politik nach Ansicht mehrerer Verbände mehr für den Mittelstand tun. "Ohne den Mittelstand wird es keine wirtschaftliche Erholung geben", warnt die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand in einem Positionspapier zur Bundestagswahl, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Bundesregierung müsse die Betriebe und Beschäftigten als Wohlstandsmotor und Wettbewerbsvorteil begreifen. Nötig sei "eine Politik, die Menschen zur Selbstständigkeit ermutigt, unternehmerisches Handeln fördert, Freiräume für Betriebe und Beschäftigte schafft und dem Mittelstand mit Vertrauen begegnet."

Zur AG Mittelstand gehören unter anderem der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, der Handelsverband HDE und der Zentralverband des Handwerks. Sie fordern mehr Anstrengungen zur Sicherung von Fachkräften, einen entschlossenen Bürokratieabbau, stabile Sozialversicherungsbeiträge und eine Steuerpolitik, die Investitionen fördert.

Weniger Steuern, bessere Infrastruktur

"Die großen Zukunftsfelder liegen auf der Hand", schreiben die Verbände und nennen die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, starke Regionen, stabile soziale Sicherungssysteme, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Dabei dürften ökologische und soziale Ziele aber nicht die Wirtschaftlichkeit und Arbeitsplätze im Mittelstand gefährden, betonen sie. Die Unternehmen brauchten in der Energie- und Klimapolitik verlässliche Rahmenbedingungen und ein Belastungsmoratorium für neue Gesetze. Die Steuerlast müsse sinken. Auf dem Land seien zudem Gewerbeflächen mit leistungsfähiger digitaler Infrastruktur und Verkehrsanschluss wichtig.

Nach Angaben der Verbände beschäftigen die 3,5 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen aus Handel, Handwerk, Dienstleistungssektor, Gastronomie, Hotellerie, freien Berufen und Banken sechs von zehn sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Deutschland.

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