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Transparenz ist Trumpf

71 Prozent der deutschen Verbraucher bevorzugen nachhaltige Produkte, wenn Händler vollständige Transparenz zum „ökologischen Fußabdruck“ eines Produkts liefern. 49 Prozent sind bereit, für nachhaltige Produkte mehr zu bezahlen, so eine neue Umfrage.

13.08.2019

© Robert Kneschke/Stock Adobe

Eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, ob ein Produkt als nachhaltig eingestuft wird, spielt für Verbraucher das Material der Verpackung (42 Prozent) und das Labeling (36 Prozent).

Immerhin 19 Prozent der Konsumenten in Deutschland geben an, ausschließlich nachhaltige Produkte zu kaufen; 71 Prozent kaufen diese zumindest gelegentlich. Das sind Ergebnisse einer Umfrage unter 1.506 Onlineshoppern, die InRiver, Anbieter im Bereich Product Information Management (PIM), in Auftrag gab. Die Studie zeigt, dass Händler mithilfe von PIM Einfluss auf die Kaufentscheidungen ihrer Kunden und damit auf den Absatz nachhaltiger Produkte nehmen können: 71 Prozent der Befragten geben an, dass detaillierte Informationen über die Nachhaltigkeit eines Produkts die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sie es kaufen.

58 Prozent überdenken in diesem Fall ihr Kaufverhalten zugunsten nachhaltiger Produkte. 49 Prozent der Verbraucher sind sogar bereit, mehr für ein Produkt zu bezahlen, wenn deutlich gekennzeichnet ist, dass es aus recycelten Materialien besteht oder vollständig recycelbar ist. Auch im Hinblick auf das für viele Onlinehändler leidige Thema Retouren sorgt Transparenz für positive Effekte: 57 Prozent der Befragten würden weniger Artikel retournieren, wenn Händler mehr Informationen über den „ökologischen Fußabdruck“ einer Retoure liefern würden.

Onlineshops als wichtigste Informationsquelle

Meist informieren sich Verbraucher über die Nachhaltigkeit eines Produktes auf den Websites beziehungsweise in den Onlineshops der Anbieter (48 Prozent). Eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, ob ein Produkt als nachhaltig eingestuft wird, spielt für Verbraucher auch das Material der Verpackung (42 Prozent) und das Labeling (36 Prozent). Relativ unwichtig sind den Befragten hingegen Informationen aus der Werbung (18 Prozent) oder von Influencern (13 Prozent).

Wenn es um die Eigenschaften eines Produkts aus ethischer Perspektive geht, ist 75 Prozent der Befragten die Art des Materials mehr oder weniger wichtig. Darauf folgen der Versand (70 Prozent) sowie der Herstellungsprozess (59 Prozent). Vergleichsweise wenig wichtig scheint den Verbrauchern zu sein, ob es sich um ein veganes Produkt handelt. Nur 25 Prozent finden diesen Aspekt wichtig oder irgendwie wichtig, wohingegen es 47 Prozent nicht oder überhaupt nicht wichtig ist. 

Haltung zeigen

Haltung zu den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind heute äußerst gefragt. 68 Prozent der Befragten würden einem Unternehmen den Rücken kehren, wenn bekannt wird, dass es fragwürdige Praktiken anwendet, wie unverkaufte Ware zu vernichten, um die Exklusivität von Produkten nicht durch Preisnachlässe zu gefährden.

„Unsere Studie zeigt, dass das Thema Nachhaltigkeit viele Menschen in Deutschland beschäftigt“, sagt Steve Gershik, Chief Marketing Officer bei inRiver. „Die Bereitschaft für den Kauf nachhaltiger Produkte hängt jedoch stark damit zusammen, wie viel Transparenz Händler ihren Kunden zum Thema Nachhaltigkeit bieten. Wenn Verbraucher die richtigen Informationen erhalten, hat das viele positive Auswirkungen: Sie entscheiden sich eher für nachhaltige Produkte, sind bereit, höhere Preise zu zahlen und schicken weniger zurück.“
 

Schlagworte: Omnichannel, Einzelhandel, Onlinehandel, Studie, Nachhaltigkeit, Produktrecherche

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