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Digitaler Handel

Rekordsummen für Lebensmittelzusteller

E-Food-Start-ups, die sich in der Coronakrise gegründet haben, erhalten in Finanzierungsrunden Rekordbeträge, so ein neuer Marktbericht. Zugleich stieg die Zahl der Fusionen und Übernahmen im digitalen Handel sprunghaft an.

07.09.2021

© Frischepost

Der Hype m E-Food beschert Start-ups in diesem Bereich laut Marktbericht "monumentale" Seed- und Series-A-Finanzierungsrunden.

Laut dem neuesten Marktbericht von Hampleton Partners, einem internationalen Berater für Fusionen und Übernahmen im Technologiebereich, sind im ersten Halbjahr 2021 die M&A- und Fundraising-Aktivitäten in allen Segmenten des digitalen Handels sprunghaft angestiegen: 1.037 Fusionen und Übernahmen konnte der digitale Handel in der ersten Jahreshälfte verbuchen, ein Anstieg von 25 Prozent gegenüber 787 im Vorjahreszeitraum. Vorangetrieben wurde diese Entwicklung durch die starke Verlagerung in den Onlinebereich sowie das anhaltende Interesse seitens der Finanzsponsoren, so die Autoren.  

Junge „E-Food“-Unternehmen, die als Reaktion auf Lockdowns gegründet oder von diesen angestoßen wurden, haben von Megarunden und monumentalen Seed- und Series-A-Finanzierungsrunden profitiert: Über 10 Milliarden US-Dollar wurden in Segmenten wie „frische Lebensmittel, Mahlzeitensets und -boxen“, „Online-Supermärkte“, „Lieferdienste“ und anderen angrenzenden, verwandten Bereichen wie zum Beispiel Software für Lebensmittel-Lieferdienste, aufgebracht. 

100 Millionen Dollar für Plattform Choco

Erst im Juli hat das deutsche Technologieunternehmen Choco, das eine Bestellplattform für die Verbindung von Gastronomen und Großhändlern anbietet, eine Serie-B-Finanzierung in Höhe von 100 Millionen US-Dollar erhalten, um eine nachhaltige Lebensmittellieferkette aufzubauen. In Asien wächst ebenfalls der Appetit auf Essenslieferungen: Im Juli erhielt Licious, ein in Bangalore ansässiges Startup, das frisches Fleisch und Meeresfrüchte online verkauft, 192 Millionen US-Dollar, um seine Präsenz über den südasiatischen Markt hinaus zu erweitern.

„Wir gehen davon aus, dass der Hype um 'E-Food' und 'Quick Delivery' weitere Marktteilnehmer und klassische Handelsmarken dazu bewegen wird, dem Beispiel von Dr. Oetker, Beiersdorf, Henkel, Rewe oder Nestlé zu folgen und Zeit und Geld in D2C-Marken und -Operationen zu investieren,“ so Ralph Hübner, Sector Principal bei Hampleton Partners. „Letztendlich werden D2C-Software- und -Dienstleistungsanbieter weiter florieren, große Summen einnehmen und in der Folge mögliche M&A-Exits realisieren.“

Der aktuelle „Digital Commerce M&A Market Report 2H2021“ kann nach Angabe der Kontaktdaten hier kostenlos heruntergeladen werden. 

Schlagworte: E-Commerce, E-Food

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