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Weihnachtsgeschäft: HDE erwartet leichtes Umsatzwachstum

Für das anstehende Weihnachtsgeschäft rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit einem Umsatzplus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit lägen die Umsätze in November und Dezember dieses Jahres bei rund 112 Milliarden Euro. Wachstumstreiber bleibt der Onlinehandel.

08.11.2021

© Jürgen Bauer Pictures / stock.adobe.com

Der Handel rechnet in der Vorweihnachtszeit mit etwas höheren Umsätzen als im Vorjahr.

„Die letzten beiden Monate des Jahres sind nach den Corona-Lockdowns im ersten Halbjahr für viele Händler wichtiger als je zuvor. Traditionell machen klassische Geschenke-Branchen wie der Spielwarenhandel mehr als ein Fünftel ihres Jahresumsatzes in November und Dezember“, erklärt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth die Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts.

Eine aktuelle HDE-Umfrage unter 450 Unternehmen aller Branchen, Größenklassen und Standorte zeigt, dass 45 Prozent der Händler Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr erwarten. Ein Drittel kalkuliert mit stabilen Umsätzen. Mit durchschnittlich 273 Euro pro Kopf wollen die Kunden ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern, Gutscheine bleiben dabei das beliebteste Geschenk.

Der HDE geht auf Basis der Umfragen und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage davon aus, dass der Einzelhandel seine Umsätze im November und Dezember verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf dann knapp 112 Milliarden Euro steigern wird. Der Onlinehandel wächst dabei um mehr als 17 Prozent auf 23 Milliarden Euro. „Die hohen Sparguthaben und die gute Verbraucherstimmung stellen die Weichen für einen versöhnlichen Jahresausklang“, führt Genth die Gründe für diese Entwicklung aus.

Pandemie bleibt wichtigster Risikofaktor

Der HDE sieht aber auch Risiken für die kommenden zwei Monate. „Alles hängt vom weiteren Verlauf der Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen ab. Der Handel leistet weiter seinen gesellschaftlichen Beitrag, indem er seine erprobten Hygienekonzepte weiter anwendet, die Maskenpflicht beibehält und mit seiner Kampagne Leben statt Lockdown versucht, noch mehr Menschen von einer Corona-Impfung zu überzeugen“, so der HDE-Hauptgeschäftsführer.

Weitere mögliche negative Einflussfaktoren seien die bei einzelnen Produkten auftretenden Lieferschwierigkeiten sowie die steigende Inflation. Beides seien aber wohl kurzfristige Probleme, die lediglich vorübergehend Bestand haben dürften.

Als wichtigste Maßnahmen der kommenden Bundesregierung sehen die Händler den Verzicht auf Steuererhöhungen, mehr Fairness im Wettbewerb mit dem globalen Onlinehandel auf Internetplattformen sowie eine Offensive zur Entbürokratisierung.

Weitere Informationen zur HDE-Prognose finden Sie hier.

Schlagworte: HDE, Weihnachtspressekonferenz, Weihnachtsshopping, Weihnachtsgeschäft

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