Kreislaufwirtschaft

Ausgemusterte Geräte fristen häufig ein nutzloses Dasein im Keller oder landen im Müll. Um dies zu verhindern, verpflichtet der Gesetzgeber zur Rücknahme von Elektro­altgeräten. Ein neues Logo soll nun den Weg zu den Sammelstellen weisen und dem Handel helfen, die Quote einzuhalten.

Von Ragna Sturm 22.01.2019

© G2 Projekt / Eva Häberle

Mit seinen rund 50 Millionen Kundenkontakten pro Tag bietet der deutsche Einzelhandel viele bequeme Rückgabemöglichkeiten für Elektroaltgeräte und Altbatterien. „Dabei hat die Branche ein großes Interesse daran, dass für Verbraucherinnen und Verbraucher gut erkennbar ist, wo Altgeräte zurückgegeben werden können“, erläutert Benjamin Peter, Referent für Umweltpolitik beim HDE, im Rahmen der Einführung des Logos und ergänzt: „Der freiwillige Einsatz des Sammelstellenlogos durch Einzelhändler kann dabei einen wertvollen Beitrag leisten.“

Gemeinsam mit Vertretern des Handelsverbands Heimwerken, Bauen und Garten e. V., des Deutschen Städtetags, des Deutschen Landkreistags, des Verbands kommunaler Unternehmen e. V. sowie der Stiftungen GRS Batterien und Elektro-Altgeräte Register hat der HDE in Hamburg jüngst das neue Sammelstellenlogo zur Rücknahme von alten Batterien und Elektrogeräten vorgestellt.

Kennzeichnung freiwillig

Eine einheitliche Kennzeichnung von Sammelstellen ist derzeit nicht vorgeschrieben, empfiehlt sich aber, da davon auszugehen ist, dass eine leichtere Auffindbarkeit von Sammelstellen mittel- bis langfristig zu einer Sensibilisierung der Verbraucher und infolgedessen zu einer Steigerung der Rücknahmemengen für Elektroaltgeräte und Altbatterien führen wird. Letzteres ist notwendig, um die hierfür steigenden Anforderungen zu erfüllen: Für Batterien liegt die gesetzlich vorgeschriebene Sammelquote aktuell bei 45 Prozent; für Elektroaltgeräte steigt sie ab 2019 von derzeit 45 auf 65 Prozent.

Das Logo verfügt über einen hohen Wiedererkennungswert für den Verbraucher. Zugleich lässt es sich leicht in das Corporate Design der Sammelstellenbetreiber einfügen. Dies wird deutlich beim Einsatz der Kennzeichnung durch Referenzpartner, wie beispielsweise die Baumarktkette Hornbach, die das Logo bereits verwendet.

Offene Dateien stehen bereit

Neben dem Logo wurden Materialien entwickelt, mithilfe derer rücknahmepflichtige Vertreiber ihren gesetzlichen Informationspflichten nachkommen können. Ein Flyer, ein Plakat sowie Textbausteine können entweder unverändert übernommen oder an das unternehmenseigene Corporate Design angepasst werden. Die gemeinsame Informationsplattform Elektroaltgeräte und Gerätealtbatterien stellt dazu die offenen Daten bereit.


Das Sammelstellenlogo sowie Materialien, mit denen Vertreiber ihren Informationspflichten nachkommen können, stehen auf der G2-Informationsplattform zur Verfügung. Kostenfreier Download unter: g2-infoplattform.de
E-Mail: kontakt@g2-infoplattform.de
Telefon: 089 97895-797


Was das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) für Händler besagt

Vertreiber mit einer Verkaufsfläche für Elektro- und Elektronikgeräte von mindestens 400 Quadratmetern sind verpflichtet, beim Verkauf eines neuen Elektro- oder Elektronikgerätes an einen Endnutzer ein Altgerät der gleichen Geräteart, das im Wesentlichen die gleichen Funktionen wie das neue Gerät erfüllt, unentgeltlich zurückzunehmen (1:1-Rücknahme) und Altgeräte, die in keiner äußeren Abmessung größer als 25 Zentimeter sind, in haushaltsüblichen Mengen unentgeltlich zurückzunehmen, wobei die Rücknahme nicht an den Kauf eines Elektro- oder ElektrGonikgerätes geknüpft werden darf (0:1-Rücknahme).
(Quelle: Bundesumweltamt)

Schlagworte: Recycling, Sammelstellen, Kreislaufwirtschaft

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