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HDE-Präsident fordert Impulse für kraftvollen wirtschaftlichen Neustart

In seiner Rede beim Handelskongress Deutschland forderte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser die kommende Bundesregierung auf, Impulse für einen Neustart der Wirtschaft nach der Coronakrise zu geben. Insbesondere in die Tarifhoheit der Sozialpartner dürfe die Politik nicht weiter eingreifen.

17.11.2021

© Die Hoffotografen

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser erwartet von der künftigen Regierung etwa Maßnahmen zur Stärkung der Innenstädte.

„Die Aufgabenbeschreibung für die neue Bundesregierung ist ebenso klar wie ambitioniert: Es geht um nichts weniger, als Deutschland und sein Wohlstandsmodell durch einen tiefgreifenden Strukturwandel in die Zukunft zu führen“, so Sanktjohanser. Dazu müsse die neue Regierungskoalition etwa für eine Neuausrichtung der Wettbewerbspolitik sorgen, um ungleiche Bedingungen zu beseitigen oder zu verhindern.

Denn die Coronakrise sei für viele Händlerinnen und Händler längst noch nicht ausgestanden. Die staatlich verordnete Schließung weiter Teile der Branche habe tiefe Spuren hinterlassen und zu massiven Strukturverschiebungen im Handel geführt. „Die Politik verkennt, dass die Leistungsfähigkeit der vielen hunderttausend großen und kleinen Unternehmen in hohem Maße von der Vertragsfreiheit abhängt. Als Einzelhandel mahnen wir besonders an, dass das Wohl der Verbraucher, die von frei verhandelten, günstigen Preisen, aber auch optimierter Qualität und Vielfalt profitieren, nicht aus dem Blickfeld gerät“, so der HDE-Präsident.

Entfesselungsoffensive für die Wirtschaft

Die neue Bundesregierung müsse mehr Zutrauen in die Kraft des freien Unternehmertums und mehr Vertrauen in marktwirtschaftliche Prozesse haben. Sanktjohanser: „Für einen kraftvollen Neustart nach der Coronakrise brauchen wir in dieser Legislaturperiode eine wirksame Entfesselungsoffensive für die Wirtschaft.“ Dazu sollte die Politik beispielsweise in der Tarifpolitik nicht immer mehr Bereiche abschließend regeln und so keinen Freiraum mehr für Öffnungsklauseln oder betriebliche Vereinbarungen lassen. In diesem Zusammenhang machte der HDE-Präsident auch deutlich, dass politisch motivierte Mindestlohnerhöhungen schädlich seien.

Zudem betonte Sanktjohanser die schwierige Situation in vielen Innenstädten. Um den Handelsstandort Innenstadt zukunftsfest zu machen, sei schnelles und koordiniertes Handeln gefordert: „Die Stadtzentren und mit ihnen der Handel müssen sich ein Stück weit neu erfinden. Bund, Länder und Kommunen müssen gemeinsam den richtigen Rahmen für diese grundlegende Metamorphose schaffen.“

Schlagworte: HDE, Handelskongress, Josef Sanktjohanser

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