Energiekrise

Handel fordert Entlastung bei Stromkosten

Angesichts massiv steigender Energiepreise hat die Bundesregierung Entlastungspakete geschnürt. Doch der Einzelhandel profitiere davon nicht, klagt der Handelsverband Deutschland (HDE). In einem Brief an Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) fordert der Verband Nachbesserungen.

15.09.2022

© Fré Sonneveld / Unsplash

Enorme Steigerungen bei den Energiepreisen stellen Handelsunternehmen vor große Herausforderungen.

Die Warnung des HDE-Hauptgeschäftsführers Stefan Genth fällt deutlich aus: „Angesichts der dramatischen Entwicklung der Energiepreise steht der Handel nach zwei harten Pandemiejahren erneut vor massiven Herausforderungen, die für viele Händler existenzbedrohend sind“, heißt es in dem Schreiben, das auch an das Kanzleramt und Finanzminister Christian Lindner (FDP) ging. Genth und HDE-Präsident Josef Sanktjohanser fordern darin, auch den trotz hohen Energiebedarfs bislang nicht als energieintensive Branche eingestuften Handel bei den Entlastungsmaßnahmen zu berücksichtigen.

Helfen könne etwa eine Absenkung der Stromsteuer, heißt es weiter. Der Einzelhandel sei systemrelevant und zugleich angesichts der sinkenden Kaufkraft nicht in der Lage, die massiven Steigerungen bei den Energiekosten über die Preise an seine Kunden weiterzugeben, argumentiert der HDE. Schon in der Coronakrise sei Händlern nur ein Bruchteil des erlittenen Schadens ersetzt worden - viele verfügten nun schlicht über keine Rücklagen mehr, um der Energiekrise zu trotzen.

Den vollständigen Brief des HDE an Wirtschaftsminister Robert Habeck finden Sie hier.

Schlagworte: Energiekosten, HDE

Kommentare

Ihr Kommentar