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Pandemie beschert Textildiscounter Takko deutliche Umsatzeinbußen

02.06.2021

Der Textildiscounter Takko hat in der Corona-Pandemie deutliche Umsatzeinbußen verkraften müssen. Die Nettoumsatzerlöse sanken in dem Ende Januar abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/2021 um 17 Prozent auf gut 942 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Telgte im Münsterland mitteilte. Zum Ergebnis machte Takko keine Angaben.

"Im vergangenen Geschäftsjahr fehlten uns allein in Deutschland knapp 65 Verkaufstage", sagte Takko-Chef Karl-Heinz Holland unter Verweis auf den coronabedingten Lockdown. Dennoch habe sich Takko gut geschlagen. Denn der textile Einzelhandel in Deutschland insgesamt habe sogar ein Umsatzminus von fast einem Drittel verkraften müssen.

"Im Vergleich zum Gesamtmarkt sind wir mit der Performance im Geschäftsjahr 2020/2021 zufrieden", sagte Holland. Der Nettoumsatz im Takko-Onlineshop sei um über 40 Prozent gestiegen. Die Filialen verzeichneten demnach starke Umsätze, wann immer sie wieder öffnen durften.

Überbrückungskredit im März

Ende Mai waren nach Unternehmensangaben 1919 der 1935 Filialen wieder geöffnet - teilweise aber noch mit Einschränkungen. Der Modeanbieter verfüge über liquide Mittel von etwa 52 Millionen Euro, betonte das Unternehmen.

Erst im März hatte sich der Discounter einen Überbrückungskredit von insgesamt 54 Millionen Euro von Banken, Investoren und dem Eigentümer, dem Finanzinvestor Apax Partners, verschaffen müssen, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Verhandlungen über eine Landesbürgschaft Nordrhein-Westfalens über mehrere Millionen Euro waren ohne Einigung beendet worden.

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