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E-Commerce

Nachhaltiger abliefern

Der globale Onlinehandel boomt und muss gleichzeitig nachhaltiger werden. Anna Alex, Gründerin des Klimatech-Unternehmens Planetly und ehemalige Chefin von Outfittery, stellt sieben Strategien vor, mit denen E-Commerce-Unternehmen der Weg in die Klimaneutralität gelingt.

07.09.2021

© pikselstock/stock.adobe.com

Der Frachtverkehr auf der letzten Meile nimmt stetig zu - und muss umweltfreundlicher werden.

Durch das E-Commerce-Wachstum kommen immer mehr Lieferfahrzeuge auf die Straßen. Gleichzeitig nimmt das Nachhaltigkeitsbewusstsein der Verbraucher rapide zu, sodass die Nachfrage nach nachhaltigem E-Commerce immer größer wird. Für die meisten Unternehmen liegen die größten CO2-Emissionen vor allem in der Lieferkette, also außerhalb des Unternehmens. Die "letzte Meile" von Zustellungen ist die energieintensivste Phase einer Lieferung.

Da immer mehr Menschen online einkaufen, wird diese letzte Phase bis 2030 erwartungsgemäß um 78 Prozent steigen, so das Klimatech-Unternehmen Planetly. Wenn der Frachtverkehr auf der letzten Meile nicht innerhalb der nächsten Jahre umweltfreundlicher werde, würden die städtischen Emissionen in den zehn größten Metropolen weltweit um mindestens 30 Prozent ansteigen, was bis 2030 zu 25 Millionen Tonnen CO2 jährlich führe.

Anna Alex, ehemalige Gründerin und Chefin des Personal-Shopping-Unternehmens Outfittery sowie Gründerin von Planetly, das digitale Tools zur Berechnung von CO2-Emissionen entwickelt, stellt sieben Strategien vor, mit denen E-Commerce-Unternehmen den Sprung in die Klimaneutralität schaffen.

1: Schaffen Sie CO2-Transparenz und identifizieren Sie Ihre größten Emissionstreiber, denn Sie können nur managen, was Sie messen können.

2: Wechseln Sie zu klimafreundlicheren Versandlösungen. Sie können außerdem die Zustellung auf der letzten Meile reduzieren, indem Sie Abholmöglichkeiten in der Nähe von Kunden oder Partnern einrichten, sodass die Bestellungen an einem Ort abgegeben werden können, anstatt zu jedem Haushalt einzeln zu fahren.

3: Reduzieren Sie Verpackungen und machen Sie unvermeidbare Verpackungen nachhaltiger. Verpackungen machen 30 Prozent des CO2-Fußabdrucks im E-Commerce aus - nachhaltige Verpackungen sind also ein sehr wichtiger Reduktionshebel für Ihr Unternehmen.

4: Steigern Sie Ihre Energieeffizienz. Tatsächlich sollte der Stromverbrauch in Ihrem Büro und Ihren Lagerhallen nicht unterschätzt werden. Er kann ein wichtiger Faktor für die Reduzierung des Energieverbrauchs in Ihrem Unternehmen sein. 

5: Minimieren Sie Retouren. Studien zeigen, dass 30 Prozent der Verbraucher bewusst mehr bestellen und unerwünschte Artikel zurückgeben, wenn kostenlose Rücksendungen angeboten werden. 

6: Geben Sie Produkten über Kreislaufsysteme eine zweite Chance. Normalerweise werden Produkte entsorgt, nachdem sie eine Zeit lang genutzt wurden. Die Kreislaufwirtschaft zielt darauf ab, Produktlebenszyklen zu verlängern, Abfall auf ein Minimum zu reduzieren und den Kreislauf von Lieferketten zu schließen. 

7: Kompensieren Sie Emissionen, die noch nicht vermieden werden können. Sie können zertifizierte Klimaprojekte finanziell unterstützen, die zur Vermeidung oder Reduzierung von Emissionen beitragen, indem sie zum Beispiel Regenwälder schützen oder helfen, den Aufbau erneuerbarer Energien weltweit voranzutreiben.
 

Schlagworte: Onlinehandel, E-Commerce, Nachhaltigkeit

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