Anzeige
Onlinehandel

Metaverse als neuer Absatzmarkt

Im Metaverse, einer virtuellen Erweiterung unserer Realität, können kleine Unternehmen und Start-ups mit originellen Ideen Umsatzpotenziale heben. Wie sie sich frühzeitig Wettbewerbsvorteile sichern, beleuchtet Peggy de Lange von Fiverr in ihrem Gastbeitrag.

Von Peggy de Lange 23.05.2022

© Fiverr

Mithilfe versierter Freelancer, die ortlos das Metaverse gestalten, können sich auch kleine Unternehmen frühzeitig in der virtuellen Realität tummeln und Wettbewerbsvorteile sichern.

Das Metaverse ist derzeit in aller Munde. Mit dem Bedarfsindex für Kleinunternehmen hat die Plattform Fiverr zur Vermittlung von qualifizierten Freiberuflern an Unternehmen festgestellt, dass digitale Dienstleistungen rund um Zukunftstechnologien wie Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) oder NFT bei Unternehmen immer gefragter sind. Und zwar nicht nur bei großen Konzernen. Es sind auch die KMUs und Start-ups, die hier bereits mitmischen und erste Versuchsballons im Metaverse starten. Insbesondere für Onlinehändler bieten die neuen Technologien viel Potenzial.

Unter dem Begriff Metaverse versteht man eine virtuelle Erweiterung unserer Realität. Gemeint ist eine digitale, dreidimensionale Umgebung, in der man einkauft, Unterhaltung findet, Freunde trifft und Veranstaltungen besucht. Das Metaverse als ein universelles Netzwerk, wie es Mark Zuckerberg propagiert, ist noch Zukunftsmusik. Allerdings gibt es schon jetzt zahlreiche nutzergenerierte Plattformen und Online-Spielewelten mit Metaverse-Charakter – und bereits Millionen von aktiven Nutzern. Viele der neuen digitalen Welten kann man mit Hilfe von Hardware wie Virtual-Reality-Brillen und Headsets vom heimischen Sofa aus erkunden. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte hat vorausgesagt, dass der Umsatz mit Virtual-Reality-Produkten allein in Deutschland bis zum Jahr 2024 auf 530 Millionen Euro ansteigen wird. Das heißt, immer mehr Menschen werden sich zukünftig in virtuellen Welten tummeln. 

Innovative E-Commerce-Erlebnisse

Das weltweite Marktvolumen des Metaverse könnte laut Bloomberg Intelligence bereits im Jahr 2024 bei 800 Milliarden US-Dollar liegen. E-Commerce wäre ein Teil davon. So ist die frühe Auseinandersetzung mit dem Metaverse für Marken aus dem Onlinehandel sehr sinnvoll – gerade, wenn jüngere Zielgruppen angesprochen werden sollen. Von den 3,4 Milliarden Gamern weltweit sind immerhin 27 Prozent in der Altersgruppe der 21- bis 30-Jährigen. Händler, die sich jetzt bereits mit dem Metaverse auseinandersetzen, können als Early Adopter auftreten und gegenüber ihren Konkurrenten echte Wettbewerbsvorteile erzielen. 

Aktuell sind es vor allem die großen Luxus- und Lifestyle-Marken, die mit immersiven, virtuellen E-Commerce-Erlebnissen begeistern. Insbesondere die Modeindustrie ist Vorreiter im Metaverse-Hype. Louis Vuitton und Balenciaga sorgen mit digitaler Kleidung für Charaktere in Onlinespielen für Aufmerksamkeit, und Adidas hat eine begehrte Kollektion limitierter NFT-Sammlerstücke herausgebracht. Erst vor kurzem eröffnete H&M seinen ersten virtuellen Showroom. Viele weitere große Marken werden folgen.

Lukratives Spielfeld

Aber das Metaverse ist auch ein lukratives Spielfeld für innovative KMUs und Start-ups. Schon die Verlosung eines einzelnen NFT-Kunstwerks oder eine Augmented Reality-App für die virtuelle Anprobe können viel Aufmerksamkeit erregen. Im Bereich von Werbekampagnen gilt es zu beachten, dass die Entwicklung von dreidimensionalen Inhalten etwas aufwändiger ist als die Herstellung von herkömmlichem digitalen Content. Um die Nutzer in ihren Bann zu ziehen, müssen die Inhalte visuell beeindrucken. Textlastige Werbeformate sind in der 3D-Welt fehl am Platz, denn hier geht es um Interaktionen. Und es gilt: je höher der Spaßfaktor desto besser.

Im digitalen Zeitalter gibt es immer mehr Kanäle, über die Marken ihre Kunden erreichen können. Die Technologien sind noch neu und bieten viel Raum für kreatives Ausprobieren – vom umfangreichen, virtuellen Shopping-Erlebnis bis hin zur kurzfristigen Werbeaktion. Wer jetzt den Schritt in die virtuelle Welt wagt, kann nur profitieren. 

Schlagworte: E-Commerce, Virtual Reality, Augmented Reality

Kommentare

Ihr Kommentar