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Studie

Krise befördert Sterben der Innenstädte

Die Verbraucher in Deutschland gewöhnen sich zunehmend daran, Bekleidung sowie Haushaltswaren und -geräte im Internet zu kaufen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung des ifo-N26-Wirtschaftsmonitors.

27.04.2021

© Maksym Yemelyanov/Stock Adobe

Die Pandemie befördert in den Kategorien Mode und Haushaltsgeräte massive Strukturverschiebungen hin zum Onlinegeschäft, so die Forscher.

In dem vom ifo Institut in Kooperation mit der TU München und der Digitalbank N26 veröffentlichten Bericht verglichen die Forscher Offline- und Onlinekäufe 2020/2021 zur Situation vor der Pandemie. Während der Öffnungen im Sommer 2020 war das Verhältnis Offline- zu Onlinehandel wieder nahezu auf Vorkrisenniveau. Seitdem zog der Onlinehandel fast stetig an und lag Anfang Dezember zum Weihnachtsgeschäft bei 250 Prozent des Vorkrisenniveaus bei Haushaltsgeräten, im Februar sogar bei 350 Prozent.

„Spätestens seit letztem Sommer beobachten wir massive Strukturverschiebungen hin zum Onlinegeschäft – auch jenseits der Lockdowns. Unsere Daten legen den Schluss nahe, dass die Krise das Sterben der Innenstädte befördert“, interpretiert Oliver Falck, Leiter des Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien das Ergebnis.

Seit Anfang Dezember liegen die stationären Einkäufe in den beiden untersuchten Produktgruppen, die man traditionell in den innerstädtischen Kaufhäusern und Geschäften erworben hat, unter dem Niveau des Vorjahres mit einem Tiefpunkt im Januar 2021. Eine frühere Studie hatte bereits ergeben, dass die Ersparnisse der Konsumenten im ersten Lockdown um rund 20 Prozentpunkte stiegen und sich im zweiten Lockdown um weitere rund 20 Prozentpunkte erhöhten.

„In der zweiten Hälfte 2021 werden die Menschen diese aufgestaute Kaufkraft ausgeben. Der Handel muss sich etwas einfallen lassen, wenn sie die Leute dann wieder in die Geschäfte locken wollen“, sagt Falck.

Schlagworte: Einzelhandel, Studie, Coronakrise, Coronavirus

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