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Kaufverhalten

Jeder Zweite shoppt im Laden fremd

Im Laden sein, heißt noch lange nicht, auch dort einzukaufen: Jeder zweite deutsche Konsument zückt sein Smartphone in einem Ladengeschäft und kauft mobil bei einem anderen Händler ein, so ein Ergebnis einer neuen Verbraucherbefragung.

15.03.2022

© Kzenon/stock.adobe.com

Selbst im Ladengeschäft entscheiden sich zunehmend mehr Verbraucher für den mobilen Einkauf bei der Konkurrenz, so die Studie.

Der Anteil derer, die dies regelmäßig oder gelegentlich tun (55 Prozent), ist seit 2019 um 17 Prozent gestiegen. Diese und weitere Insights zum hybriden Shoppingverhalten von deutschen Konsumenten hat das Technologieunternehmen Criteo in seiner Studie „Shopper Story 2022 Deutschland“ unter 1.011 Konsumenten erhoben. 

Dass der Offline- und Online-Einkauf zunehmend verschwimmt, zeigt auch diese Zahl eindrucksvoll: 47 Prozent der Befragten shoppen per Smartphone bei dem Retailer, in dessen Ladengeschäft sie sich gerade befinden. 2019 tat dies erst eine von drei Personen regelmäßig oder gelegentlich. Zudem hat die Pandemie hybriden Dienstleistungen im Handel wie Click & Collect kräftig Auftrieb gegeben. Von 2019 bis 2021 stieg die Nutzung des Service um neun Prozentpunkte auf 58 Prozent an. Besonders häufig genutzt wird Click & Collect von den jüngeren Altersgruppen der Gen Z und Millennials (73 Prozent). Bei der Gen X ist es jeder Zweite (55 Prozent), Befragte aus der Boomer-Generation kommen auf 42 Prozent.  

Hybrides Shopping bei Jüngeren gefragt

Mehr als drei Viertel der deutschen Konsumenten (77 Prozent) suchen online nach Produkten und kaufen sie im Geschäft (Web Rooming). 71 Prozent hingegen kaufen Artikel im Internet, nachdem sie sie in einem Laden gesehen haben (Show Rooming). Besonders die jüngeren Altersgruppen der Gen Z und Millennials legen vermehrt dieses hybride Shopping-Verhalten an den Tag. Im Ländervergleich mit der ebenfalls in Frankreich und Großbritannien durchgeführten Studie fällt jedoch auf, dass dort die älteren Generationen Boomer und Silent den jüngeren in gar nicht so viel nachstehen. Sie kaufen bereits viel hybrider ein als ihre deutschen Vertreter.

Die Freude am Shopping im stationären Handel ist trotz der Pandemie fast unverändert geblieben, so die Studienautoren. 56 Prozent der Befragten geben an, gern im stationären Einzelhandel einzukaufen, wenn sie dafür Zeit haben. Das sind lediglich drei Prozentpunkte weniger als im Vorpandemiejahr 2019. "Die Ansprüche und Erwartungen der Konsumenten in Deutschland ändern sich grundlegend. Sie nutzen – nicht zuletzt befeuert durch die Corona-Pandemie – immer mehr und häufiger digitale Services und sie nutzen sie anders als noch 2019", sagt Corinna Hohenleitner, Managing Director DACH bei Criteo. "Das Handy ist mittlerweile Dreh- und Angelpunkt beim Einkauf im stationären Handel, dessen Rolle zwar nicht an Bedeutung verliert, sich aber dennoch nachweislich ändert."

Die komplette Stuide steht hier zum Download bereit.

Schlagworte: Einzelhandel, Kaufverhalten, Studie

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