HDE begrüßt Hilfszusagen für größere Handelsunternehmen

16.02.2021

Nach dem Wirtschaftsgipfel am Dienstag begrüßt der Handelsverband Deutschland (HDE) die Ankündigung des Bundeswirtschaftsministers, dass die staatlichen Überbrückungshilfen künftig auch Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 750 Millionen Euro offenstehen sollen. Nach wie vor aber setzt sich der Verband für weitere Veränderungen bei den Coronahilfen ein und pocht auf eine Öffnungsperspektive für den Handel.

„Das ist ein guter Tag für viele größere Handelsunternehmen und damit auch für viele Innenstädte. Endlich hilft der Staat auch Händlern mit einem Jahresumsatz von über 750 Millionen im Rahmen der Überbrückungshilfe“, kommentiert HDE-Präsident Josef Sanktjohanser das Ergebnis. Die Not sei unabhängig von der Größe bei allen vom Lockdown betroffenen Händlern riesig.  Der Verband sieht jedoch weiteren Nachbesserungbedarf bei staatlichen Hilfen: So müsse etwa eine Möglichkeit zur Auszahlung eines Unternehmerlohns geschaffen werden, ansonsten drohe vielen Inhabern kleiner und mittelständischer Unternehmen der Absturz in die Armut. 

Öffnungsperspektive für Händler gefordert

Zudem fordert der HDE weiterhin eine transparente und faire Öffnungsperspektive für die derzeit geschlossenen Einzelhändler. „Die Politik muss ihr Versprechen für einen einheitlichen Plan zum Ausstieg aus dem Lockdown rasch einlösen. Die aktuellen Unklarheiten verunsichern die Unternehmen in dieser schwierigen Situation zusätzlich. Da müssen klare Worte und Vorgaben her“, erklärt Sanktjohanser.

Der Einzelhandel habe in den letzten Monaten bewiesen, dass er auch bei Inzidenzen von über 50 oder 35 mit seinen funktionierenden Hygienekonzepten sicherstellen könne, dass der Einkauf nicht zum Hotspot werde. Das zeige besonders der durchgehend geöffnete Lebensmittelbereich. Sanktjohanser: „Die politischen Entscheidungsträger müssen jetzt mit eindeutigen und nachvollziehbaren Aussagen für Transparenz sorgen. Derzeit erleben wir ein Durcheinander auf Länder- und Bundesebene.“ Es sei höchste Zeit für einen bundesweit gültigen Stufenplan.

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