Anzeige
Anzeige
News

Onlinehandel sei Dank: Umsatzplus bei Drogeriekette dm

Ein kräftiges Wachstum im Onlinehandel hat der Drogeriekette dm trotz Coronapandemie ein deutliches Umsatzplus beschert. Die Erlöse wuchsen im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr um 6,5 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro, nach 11,5 Milliarden im Vorjahr.

12.11.2021

© Chris Dorney / stock.adobe.com

Die Drogeriemarkt-Kette dm meldet ein deutliches Umsatzplus.

Die coronabedingten Einschränkungen bis hin zu Grenzschließungen hätten zeitweise zwar auch bei dm zu Umsatzrückgängen im stationären Handel geführt, teilte das Unternehmen mit. Andererseits habe dies das Onlineshopping der Kundinnen und Kunden enorm beflügelt. "Die Nachfrage hat deutlich an Dynamik zugenommen", sagte Geschäftsführer Christoph Werner.

Inzwischen werden den Angaben zufolge rund 20.000 Pakete täglich verschickt, rund 18 Millionen Menschen besuchen jeden Monat den Onlineshop. Welchen Anteil der Umsatz im Onlinegeschäft am Gesamtumsatz hat, wollte Werner nicht sagen. Auch zum Gewinn macht dm traditionell keine Angaben.

Die Märkte seien aber weiter das "Herzstück" des Unternehmens. Die Drogeriemarktkette ist in bislang 13 europäischen Ländern - Polen soll als 14. Land bald hinzukommen - mit mehr als 3.800 Filialen vertreten, mehr als 2.000 davon in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2020/21 hatte dm rund 110 Millionen Euro in sein deutsches Filialnetz gesteckt und 45 Filialen neu eröffnet. Weitere 120 Millionen sollen in den kommenden Monaten folgen und in den Umbau sowie Neueröffnungen von Märkten fließen.

dm erwägt Wiedereinstieg in Schnelltest-Geschäft

Alleine in Deutschland erwirtschaftete dm mehr als 9 Milliarden Euro - ein Plus von 5,8 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 66.000 Mitarbeiter, davon mehr als 42.500 in Deutschland.

Ob dm erneut in das Geschäft mit kostenlosen Selbsttests einsteigt, ließ das Unternehmen zunächst offen. Dafür sei es noch zu früh und die politischen Äußerungen dazu seien zu unkonkret, sagte Werner. Generell sei man gerne bereit zu unterstützen, wenn die Rahmenbedingungen stimmten. Von März an hatte dm Schnelltest-Zentren betrieben. Zum Höhepunkt der Pandemie waren es bundesweit mehr als 500, bevor sie zum 30. September wieder geschlossen wurden. Testen war dabei nur draußen erlaubt, nicht in den Märkten selbst. Unter diesen Umständen wäre das über den Winter hinweg ohnehin nicht zu bewerkstelligen, sagte Werner.

Schlagworte: Coronakrise, dm

Kommentare

Ihr Kommentar