Handel: Ladeninhaber halten sich an Coronaregeln

 

Der Handel in Deutschland erteilt Aufrufen zur Öffnung von Läden trotz Lockdowns, die in sozialen Medien kursieren, eine Absage. Solche Aufrufe zeigten die Verzweiflung mancher Händler, die ein großes Opfer brächten, so der Verband.

 

"Für den Handel steht die wirkungsvolle und schnelle Bekämpfung der Pandemie an erster Stelle", teilt der Handelsverband Deutschland (HDE) mit. "Die Händler leisten dazu einen großen Beitrag und halten sich flächendeckend an die staatlichen Vorgaben."

 

Unter dem Schlagwort #Wirmachenauf kursieren in sozialen Medien Aufrufe an Gewerbetreibende, ihre Betriebe trotz Lockdowns zu öffnen. Aufsehen erregte etwa ein Rosenheimer Sportartikelhändler. Er zog die angekündigte Öffnung seines Geschäfts am kommenden Montag aber inzwischen zurück.
 

Verstöße gegen Regeln sehr selten

Gaststätten sind seit November für Besucher geschlossen, touristische Übernachtungen in Hotels tabu. Seit dem 16. Dezember sind auch wieder viele Geschäfte in Deutschland geschlossen. Am Dienstagabend hatten Bund und Länder vereinbart, die Schließungen bis Monatsende zu verlängern. Bei Verstößen drohen Bußgelder.

 

Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus gebremst werden. Ausnahmen gelten für Geschäfte, die den täglichen Bedarf decken, darunter Lebensmittelläden, Apotheken und Drogerien.

 

Verstöße von Händlern oder Gastronomen gegen die Auflagen sind nach einer Recherche der Wirtschaftswoche bislang sehr selten. "Die große Mehrheit der Geschäftsleute hält sich an die Vorgaben, ihre Läden bleiben geschlossen", bekräftigt darin auch der Deutsche Städtetag.
 

Viele Unternehmer sind verzweifelt

Die Aktion #Wirmachenauf mache die Verzweiflung vieler Unternehmen deutlich, heißt es beim Handelsverband. "Der Handel bringt derzeit ein großes Opfer im Rahmen der Pandemie-Bekämpfung." Der Kampf gegen Corona hat vielen Händlern das Weihnachtsgeschäft verdorben. Bekleidungsgeschäfte können nun keinen Schlussverkauf machen, während die Frühjahrsware längst anrollt und bezahlt werden muss.

 

Es bestehe noch einiger Nachbesserungsbedarf bei den staatlichen Hilfen, damit die Kaufleute die wochenlangen Schließungen überstehen können, betont der Handelsverband.

 

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