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Handel fordert Wiedereröffnung aller Geschäfte

07.05.2021

Angesichts sinkender Corona-Inzidenzzahlen und einer wachsenden Zahl an Geimpften hat der Handelsverband Deutschland (HDE) eine rasche Wiedereröffnung aller Geschäfte gefordert. Es gebe keinen Grund mehr für weitere Einschränkungen oder Schließungen im Einzelhandel, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Freitag. "Jetzt muss die Politik den nächsten Schritt machen und den Einzelhandel wieder komplett öffnen." In Gebieten, in denen sich in sieben Tagen weniger als 100 Menschen je 100.000 Einwohner neu anstecken, müsse zudem die Testpflicht vor dem Einkauf entfallen.

Der HDE verwies darauf, dass zahlreiche Händler ums Überleben kämpften. Bei einer HDE-Umfrage Ende April hätten zwei Drittel der befragten Bekleidungshändler die eigene Lage als existenzbedrohend eingeschätzt. "Insgesamt könnten durch die Coronakrise bis zu 120.000 Geschäfte verschwinden", warnte der HDE. Bis zu 250.000 Jobs könnten verloren gehen und ganze Innenstädte in Gefahr geraten.

Sorge vor Sterben der Innenstädte

"Der Einkauf ist für die meisten Menschen der wichtigste Grund für einen Besuch in der Innenstadt. Wenn der Handel coronabedingt schwächelt, taumeln ganze Stadtzentren. Das reißt auch andere Branchen wie die Gastronomie oder den Tourismus noch tiefer in den Abgrund", sagte Genth.

Wissenschaftliche Erkenntnisse unter anderem des Robert Koch-Instituts hätten gezeigt, dass das Infektionsrisiko beim Einkauf mit Hygienekonzept gering sei. Deshalb gebe es keinen Grund mehr für Einschränkungen. "Es steht viel auf dem Spiel. Der Handel muss wieder arbeiten dürfen", verlangte Genth.

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