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Gründe und Verbände fordern Steuerfreiheit für Warenspenden

01.03.2021

Gemeinsam mit der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Wohlfahrtsorganisationen und anderen Verbänden appelliert der Handelsverband Deutschland (HDE) an die Politik, Einzelhändlern Warenspenden an gemeinnützige Organisationen zu erleichtern.

„Viele Modehändler sitzen auf Bergen von Textilien, die sie außerhalb der Wintersaison nicht mehr verkaufen können. Und für eine Einlagerung der Ware fehlt der Platz. Schließlich drängt die Frühjahrsmode schon in die Lager“, erklärt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Eine Vernichtung der Ware sei nicht nachhaltig und widerstrebe den Händlern, stelle nach geltender Rechtslage aber häufig die günstigste Möglichkeit dar, Platz in den Lagern zu schaffen.

Bei Spenden fällt Umsatzsteuer an

Denn bei Spenden müsse der Unternehmer Umsatzsteuer auf einen fiktiven Einkaufspreis oder Wiederbeschaffungswert zahlen, obwohl er keinen Umsatz erziele. Der HDE begrüßt daher die Initiative der Finanzverwaltung, im Rahmen einer Billigkeitsregelung bis zum 31. Dezember 2021 von einer Umsatzsteuerpflicht für gespendete Waren abzusehen. Ein weiterer Erlassentwurf soll ab 2022 die Abgabe unverkäuflicher Ware zu einem symbolischen Preis an gemeinnützige Organisationen ermöglichen.

Genth mahnt jedoch eine grundsätzliche Änderung des Steuerrechtes an: Es sei befremdlich, dass Spenden durch eine Billigkeitsregelung ermöglicht werden müssten. Mehr Informationen zum Thema gibt es hier.

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