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E-Food

Faulheit belebt das Geschäft

Der deutsche E-Food-Markt entwickelt sich zwar in relativ kleinen Schritten, nimmt aber im Zuge der Coronakrise zusätzlich Fahrt auf. Eine neue repräsentative Studie beleuchtet die wichtigsten Gründe für den Lebensmitteleinkauf im Netz und das Entwicklungspotenzial.

06.07.2021

© Atstock Productions_stock-adobe-com

Acht Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, ihre Lebensmittel größtenteils oder ausschließlich online einzukaufen.

Welche Nutzergruppen treiben oder hemmen das Wachstum von E-Food? Was sind Gründe und Use Cases für die Nutzung von digitalen Angeboten? Wie werden die existierenden Marken wahrgenommen und genutzt? Und vor allem: Wie wird sich die Branche in Zukunft entwickeln? Um diese Fragen zu beantworten, haben sich die E-Commerce-Plattform Spryker, die Marktforscher von Appinio und E-Food-Experte Udo Kießlich für die Erstellung der „E-Food Deutschlandstudie 2021“ zusammengetan. Die Studie basiere auf dem aktuellsten und größten Datensatz zu Nutzung, Markenwahrnehmung und Potenzialen von E-Food in Deutschland, so die Autoren. Appinio hat in einer bundesweiten und repräsentativen Erhebung im Juni 2021 insgesamt 2.507 Teilnehmer zu ihren Erfahrungen und Meinungen rund um das Thema E-Food befragt.

Gehen die Deutschen gerne in den Supermarkt? Knapp ein Drittel aller Teilnehmer (31 Prozent) gaben an, dass es für sie etwas Unangenehmes ist, im Supermarkt einzukaufen. Die positivste Bewertung kam von der ältesten befragten Altersgruppe (55-65-Jährige). Von Ihnen finden nur 24 Prozent den Gang zum Supermarkt unangenehm. Mit zunehmender Entfernung zum nächstgelegenen Supermarkt wächst tendenziell der Anteil derer, die den Einkauf als unangenehm bewerten. Diejenigen, die mehr als 21 Minuten zum nächsten Supermarkt brauchen, sehen den Einkauf dort zu 35 Prozent als etwas Unangenehmes an.

Mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Deutschen kaufen zumindest gelegentlich bereits Lebensmittel online ein, also im Onlinesupermarkt oder über andere Lieferdienste. Acht Prozent kaufen sogar größtenteils oder ausschließlich online. In Städten mit mehr als 250.000 Einwohnern kaufen 43 Prozent mindestens gelegentlich online Lebensmittel ein und in Städten mit über 500.000 Einwohnern gibt es besonders viele Heavy User. Hier bestellen bereits 14 Prozent ihre Lebensmittel mindestens größtenteils online ein, fünf Prozent davon sogar ausschließlich.

Rewe ist bekannteste E-Food-Marke
Die meistgenannten Gründe für eine Onlinebestellung sind „keine Zeit zum Einkaufen” (46 Prozent) und „Ich bestelle online, wenn ich zu faul bin, das Haus zu verlassen” (31 Prozent). Auffällig: Die Zeitersparnis nennen die 55-65-Jährigen mit 54 Prozent besonders häufig, wohingegen Faulheit mit 41 Prozent vor allem von 16-24-Jährigen erwähnt wird. Besonders Drogerieartikel (77 Prozent) und Süßigkeiten und Snacks (70 Prozent) werden online eingekauft. Auch Getränke (66 Prozent) und fertiges Essen (67 Prozent) werden von vielen Nutzern bestellt – was die Vorteile von E-Food bei Convenience und dem Transportfaktor unterstreicht, so die Autoeren. Alles, was länger haltbar, aber lästig einzukaufen ist, funktioniert besonders gut online. Frischware wie Obst, Milchprodukte und Fleisch und Fisch hingegen werden vergleichsweise seltener online eingekauft.

Rewe ist mit knapp 75 Prozent die bekannteste E-Food-Marke in Deutschland, gefolgt von HelloFresh (66 Prozent), AmazonFresh (44 Prozent) und Real (40 Prozent). Die bekanntesten neuen Player: Gorillas bringt es insgesamt auf neun Prozent, Picnic auf zehn Prozent und Flink auf fünf Prozent gestützte Markenbekanntheit. Die Gruppe der Teilnehmer, welche heute ausschließlich stationär einkaufen, wurden von Appinio befragt, ob sie sich grundsätzlich vorstellen können, in der Zukunft Lebensmittel online zu bestellen. Und fast die Hälfte (43 Prozent) der heutigen Verfechter des Ladeneinkaufs erwägt bereits, zukünftig online Lebensmittel einzukaufen.

Die Studie kann hier nach Angabe der Kontaktdaten kostenlos heruntergeladen werden.

Schlagworte: E-Food

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