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Studie

Wie sich der E-Commerce nach Corona entwickeln könnte

Covid-19 hat Deutschland fest im Griff. Auch der Onlinehandel befürchtet als Folge der Pandemie-Maßnahmen mittlerweile massive Umsatzrückgänge. Der E-Commerce-Dienstleister Arvato Supply Chain Solutions skizziert in seiner Analyse mögliche Szenarien für die Zeit nach dem Virus.

31.03.2020

© Oliver Berg / Picture Alliance

Wie entwickelt sich der Onlinehandel?

Während für China ein Verlauf mit schneller Stabilisierung realistisch erscheine, werde die konjunkturelle Dynamik hierzulande wahrscheinlich langsamer verlaufen, prognostizieren die Autoren der Studie. Denn im Gegensatz zu Deutschland wurde das Maximum der Neuinfektionen in China bereits im Februar erreicht und leichte Erholungstendenzen des Online-Geschäfts sind bereits erkennbar.

Sollte die Anzahl der Neuinfektionen dort weiterhin auf niedrigem Niveau stabil bleiben, gelte für China wie bei der SARS-Epidemie 2003 ein Verlauf mit einem kurzen Einbruch der Wirtschaftsaktivität, der schnell wieder aufgeholt werden könne. Mit wachsender Zuversicht und gelockerten Pandemie-Maßnahmen ändere sich auch das Shopping-Verhalten der chinesischen Konsumenten: Sie kauften neben dem Notwendigsten auch wieder Fashion- und Beauty-Produkte.

Entscheidend sind die kommenden beiden Wochen

Für den deutschen Onlinehandel sind nach Ansicht der Arvato-Experten vor allem die kommenden beiden Wochen entscheidend. Denn je nach Entwicklung der Neuinfektionen werde sich zeigen, ob und wie schnell sich der Onlinehandel 2020 erholen kann. Auf der einen Seite ließen die aktuell sehr hohen Infektionszahlen einen baldigen Peak vermuten, der als Hinweis auf einen ähnlichen Verlauf wie in China gedeutet werden könne. Doch das Hoch der Ausbreitung könnte auch erst Ende April oder Mai erreicht werden.

„Sollten die aktuellen Beschränkungen in Deutschland noch für weitere vier bis sechs Wochen bestehen bleiben, werden sich Konsumenten auch weiterhin nur auf die wesentlichen Einkäufe beschränken, weil große Unsicherheiten bezüglich des Arbeitsmarktes bestehen“, prophezeit Franziska Kier, Senior Consultant beim E-Commerce Competence Center von Arvato.

„Das könnte für viele kleinere und mittelständische Unternehmen Personalentlassungen oder sogar die Insolvenz bedeuten, was zu einer deutlich langsameren und unvollständigen Erholung des Onlinehandels in 2020 führen würde“, so Kier. Im Fashion-Bereich wäre davon vor allem das High Street Segment betroffen, während bei Beauty-, Sport- und Luxusprodukten eine schnellere Stabilisierung erwartet wird.

Die komplette Studie steht hier kostenlos zum Download bereit.

Schlagworte: E-Commerce

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