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IFH-Prognose

Wie stark der Onlinehandel bis 2024 wachsen wird

Nach dem coronabedingten Rekordjahr 2020 mit einem Online-Umsatz zwischen 80 und 88 Milliarden Euro werden bei Trendfortschreibung 2024 120 Milliarden erreicht, bei zunehmender Dynamik sogar 141 Milliarden. Das ist das Ergebnis einer Analyse des Instituts für Handelsforschung (IFH).

16.12.2020

© Mymemo / stock.adobe.com

Der Onlinehandel wird weiter wachsen, so die Prognose des IFH in Köln.

Der Onlinehandel ist klarer Profiteur der Coronakrise: Im Verlauf der vergangenen Monate wurden immer mehr Käufe online getätigt – diesen Trend im Konsumverhalten bestätigen aktuelle Daten des Branchenreports Onlinehandel des IFH Köln. Demnach wird das Onlinevolumen im deutschen Handel im Coronajahr 2020 zwischen 80 und 88 Milliarden Euro betragen, womit das Wachstum sich im Vergleich zum Vorjahr mindestens verdoppelt hat.

Hochrechnungen für die kommenden vier Jahre zeigen, dass der starke Online-Wachstumstrend sich weiter fortsetzen wird. Bei einer Trendrechnung kommt der Onlinehandel bis 2024 auf 120 Milliarden Euro Umsatz, bei zunehmendem Wachstum, beispielsweise durch einen anhaltenden Schub aufgrund der Coronapandemie, sogar auf 141 Milliarden Euro.

„Die Prognosen für den Onlinehandel hängen eng mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens zusammen. Solange die Zahl der Infizierten so hoch ist, dominiert die Pandemie weiterhin stark den Alltag der Konsumenten und Einkäufe werden verstärkt online getätigt“, kommentiert Hansjürgen Heinick, Senior Consultant am IFH, die Ergebnisse.

Besondere Dynamik im DIY- und FMCG-Markt

Der Onlineanteil am Einzelhandelsumsatz wird 2024 der Trendrechnung zufolge bei 16,5 Prozent liegen und kann bei zunehmender Dynamik bis auf 19,4 Prozent ansteigen. Die Ausprägung in den einzelnen Branchen unterscheidet sich hierbei, schon für das Jahr 2020 lassen sich durchaus unterschiedliche Entwicklungen feststellen.

Die bislang wenig vom E-Commerce geprägten Branchen FMCG und DIY hätten im Krisenjahr davon profitiert, dass die Menschen so viel Zeit zu Hause vebracht haben, stellt Eva Stüber, Mitglied der Geschäftsleitung des IFH, fest. Das gelte besonders für den Onlinehandel. "Und wir wissen: Wenn der Onlinekauf von Lebensmitteln zur Selbstverständlichkeit geworden ist, wird ein neues Level im Onlinehandel erreicht,“ so Stüber.

Der Branchenreport Onlinehandel des IFH liefert Daten zu folgenden Themen:
► Onlineumsätze, Marktanteile und Online-Vertriebswege für 9 Branchen und 45 Konsumgütermärkte
► Entwicklungen 2014 bis 2019/20
► Prognosen bis 2024 in unterschiedlichen Szenarien
► Bedeutung von Marktplätzen
► Einkäufe in ausländischen Onlineshops

Die komplette Studie steht hier kostenpflichtig zum Download bereit.

Schlagworte: Coronakrise, E-Commerce

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