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Marketing

Wie kleine Händler Kunden ansprechen können

Viele Deutsche halten es für wichtig, kleine Unternehmen, die es während der Coronakrise schwer haben, zu unterstützen - das zeigt eine You-Gov-Umfrage. Eine überwiegende Mehrheit der Verbraucher fühlt sich jedoch vom Marketing solcher lokalen Händler nicht angesprochen.

16.12.2020

© Penofoto / Imago Images

Viele Deutsche würden in der Krise gerne lokale Händler unterstützen.

Kleine Unternehmen während der Coronakrise zu unterstützen, ist demnach 41 Prozent der Deutschen wichtig. Allerdings haben lediglich 20 Prozent eben dieser Konsumenten ihr Kaufverhalten auch dementsprechend angepasst und seit Beginn der Pandemie häufiger bei lokalen und kleinen Händlern eingekauft. 30 Prozent hingegen haben vermehrt bei großen Händlern eingekauft, ein Großteil von ihnen (70 Prozent) aus Bequemlichkeit. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen You-Gov-Studie im Auftrag der Fotoplattform iStock.

Die Hälfte aller Verbraucher, die seit Beginn der Pandemie vermehrt bei kleinen oder lokalen Händlern eingekauft hat, begründete ihre Entscheidung damit, dass ihnen die Unterstützung dieser Geschäfte wichtig sei. Besonders die Generation der über 55-Jährigen möchte hier ihren Beitrag leisten: 58 Prozent von ihnen haben ihre Einkäufe vermehrt und besonders bewusst bei kleinen Unternehmen getätigt, bei der Generation X waren es lediglich 40 Prozent.  

Im Vergleich zu anderen Ländern sind die Deutschen mit 41 Prozent jedoch etwas verhaltener, was die Unterstützung kleiner Unternehmen angeht. So sind in Großbritannien 54 Prozent und in Frankreich 50 Prozent der Verbraucher Befürworter einer Unterstützung lokaler Händler.

Potenzial für kleine Händler

Auch wenn das im zweiten Lockdown nur per Onlinekauf oder durch den Erwerb eines Gutscheins möglich ist: Ein großer Teil der Bevölkerung hat ganz klar das Bedürfnis, kleine und lokale Unternehmen zu unterstützen. Um diese Konsumenten aber auch als Kunden zu gewinnen, müssen kleine Händler der Studie zufolge aktiv werden. Denn 85 Prozent der Deutschen fühlen sich aktuell nicht persönlich durch ihr Marketing angesprochen. Allerdings gibt auch ein Drittel (33 Prozent) aller Verbraucher an, sich von kleinen Unternehmen als Kunde mehr wertgeschätzt zu fühlen – im Vergleich zu lediglich 11 Prozent, die dies von großen Unternehmen behaupten.

Hier besteht also großes Potenzial für kleine Händler, wie Jacqueline Bourke von iStock ausführt: „Kunden fühlen sich bei kleinen Unternehmen klar besser aufgehoben, geschätzt und persönlich adressiert.“ Dieser Vorteil und die Tatsache, dass fast jeder Fünfte (19 Prozent) angibt, mehr bei kleinen Unternehmen einzukaufen, wenn diese die Werte der Verbraucher besser widerspiegeln, böten diesen viele neue Möglichkeiten.

Auf Basis der Studienergebnisse hat das Unternehmen Tipps zur besseren Kommunikation mit potentiellen Kunden zusammengestellt: 

► Praktische Vorteile betonen: Der Großteil aller Konsumenten kauft bei großen Händlern, weil es praktischer ist. Aber auch kleine Unternehmen können hier mit smartem Marketing punkten und beispielsweise verschiedene Liefer- oder Zahlungsoptionen bewerben, die Kunden das Einkaufserlebnis angenehmer machen. 

► Zielgruppenoptimierte Ansprache wählen: Die Baby-Boomer-Generation ist besonders engagiert, was die Unterstützung von kleinen Unternehmen angeht. Im Gegensatz zu den digitalen Generationen Z und Y ist diese allerdings etwas weniger auf Social Media aktiv und deshalb schlechter auf diesem Wege zu beeinflussen. Hier sind traditionelle Out-of-Home-Kampagnen auf der Straße oder in Geschäften sowie TV-Werbung und Anzeigen in traditionellen und lokalen Print-Publikationen immer noch viel einflussreicher. Möchten kleine Unternehmen sich aber gezielt auf jüngere Generationen fokussieren, sollten sie besonderen Wert auf ansprechende visuelle Kommunikation legen. Im Vergleich mit den Baby Boomern oder der Generation X ist es für die Generationen Z und Y dreimal wahrscheinlicher, bei Unternehmen einzukaufen, deren Marketing visuell ansprechend ist.

► Richtige Inhalte liefern: Deutsche Konsumenten wollen vor allem lustige Inhalte sehen, gefolgt von Themen rund um Nachhaltigkeit. Kleine Unternehmen, die ihre Produkte lokal beziehen, haben hier einen klaren Vorteil und sollten dies in ihrem Marketing reflektieren und in den Vordergrund stellen. Da die Pandemie derzeit das Leben jedes Einzelnen beeinflusst, möchte knapp ein Fünftel seine derzeitige Situation und das aktuelle tägliche Leben in der Kommunikation von Unternehmen widergespiegelt sehen.

Die Studie wurde von YouGov im Auftrag von iStock im Zeitraum vom 9. bis zum 18. November 2020 durchgeführt. YouGov hat insgesamt 5.227 Konsumenten befragt, 2.062 in Großbritannien, 2.158 in Deutschland und 1.007 in Frankreich.  

Schlagworte: Coronakrise, Coronavirus, Marketing

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