Analyse

Wie der Teil-Lockdown in deutschen Einkaufsstraßen wirkt

Aufgrund des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Coronapandemie fehlen dem Einzelhandel in Deutschlands Innenstädten Kunden. Jedes vierte Geschäft hat deshalb einer Analyse der Marketing-Plattform Sendinblue zufolge vorübergehend geschlossen oder seine Öffnungszeiten angepasst.

09.12.2020

© Rupert Oberhauser / Imago Images

Die Maßnahmen gegen die Coronapandemie belasten den Einzelhandel stark.

In der bayerischen Landeshauptstadt sind die Auswirkungen des Lockdowns der Analyse zufolge besonders deutlich sichtbar: In Münchens Altstadt ist momentan fast jeder Fünfte (19,8 Prozent) Laden vorübergehend geschlossen. Damit ist die Stadt Spitzenreiter des Rankings. Mit Hamburg befindet sich eine weitere Metropolregion in der Krise: In der Hansestadt sind aktuell 17,9 Prozent der Läden nicht geöffnet.

Es folgen Bonn mit 16,8 Prozent und Bremen mit 15,8 Prozent. Auch in Nürnberg sind derzeit 14,8 Prozent der Läden dicht. Im Durchschnitt haben 12,5 Prozent der Shops auf den Einkaufsmeilen der deutschen Großstädte vorübergehend geschlossen.

Elf Prozent haben Öffnungszeiten angepasst

Andere Betreiber reagieren, indem sie die Öffnungszeiten anpassen. Dieser Effekt zeigt sich laut Analyse vor allem in Sachsen und NRW: In Leipzig haben mit 17,9 Prozent die meisten Läden ihre Öffnungszeiten geändert. Es folgen Bielefeld mit 17 Prozent und Dortmund mit 15,4 Prozent.

Auch die Geschäfte in Nürnberg (14,8 Prozent) und Dresden (14,7 Prozent) haben vermehrt ihre Öffnungszeiten verkürzt. Im Bundesschnitt hat rund jedes neunte Geschäft während der Coronapandemie zu anderen Zeiten als sonst geöffnet.

Für die Analyse wurden Ende November über 4.000 Geschäfte auf beliebten Einkaufsstraßen der 20 größten deutschen Städte betrachtet. Die Öffnungszeiten hat Sendinblue nach eigenen Angaben auf Basis von Betreiberangaben beim Google-Dienst Maps ermittelt.

Die detaillierten Ergebnisse der Analyse finden Sie hier.

Schlagworte: Coronakrise, Coronavirus, Einkaufsstraße

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