IFH-Studie

Konsumenten sehen in der Krise große Verantwortung beim Handel

Die aktuelle Ausgabe des Corona Consumer Check des IFH Köln beleuchtet die gesellschaftliche Rolle der Handelsunternehmen in der Coronakrise und zeigt: Konsumenten schreiben dem Handel eine große Verantwortung zu, entsprechend honorieren sie verantwortungsvolles Verhalten.

01.04.2020

© Photothek / Imago

In der Coronakrise ist der Handel wichtig, etwa für die Versorgung der Bevölkerung.

Immer mehr Unternehmen – insbesondere aus der Handelsbranche – haben in der vergangenen Woche Kurzarbeit angemeldet. Ein korrekter und verantwortungsvoller Umgang mit der Krisensituation ist für die Branche grundlegend wichtig – so auch die Meinung der vom IFH für den Corona Consumer Check befragten Konsumentinnen und Konsumenten, die mehrheitlich den Handelsunternehmen in der Krise eine große Verantwortung zuschreiben.

Eine Mehrheit von 65 Prozent der Befragten ist der Meinung, dass Handelsunternehmen in der Coronakrise eine große Verantwortung übernehmen. Dabei scheint bei der älteren Bevölkerung der über 50-Jährigen diese Überzeugung stärker verankert zu sein als bei den jüngeren Bürgerinnen und Bürgern. 

Unkorrektes Verhalten hat Konsequenzen

42 Prozent der befragten Konsumenten geben an, verantwortungsloses Agieren von Unternehmen in der Krise später mit Konsequenzen strafen und das Unternehmen meiden zu wollen Während Konsumenten über 70 Jahren hier besonders abstrafend reagieren, planen die 30- bis 49-Jährigen ein weniger konsequentes Verhalten in der Zeit nach der Krise. 

Die Einschränkungen im Einkaufsverhalten – unter anderem ausgelöst durch geschlossene Geschäfte – wirken sich auch auf geplante Anschaffungen der Konsumentinnen und Konsumenten aus. So geben 69 Prozent der Befragten an, geplante Anschaffungen bewusst auf die Zeit nach der Krise zu verschieben. Hier herrscht über die unterschiedlichen Altersgruppen hinweg nahezu Einigkeit.

Schlagworte: IFH Köln, Handelsforschung

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