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Coronakrise

Ansturm bleibt aus

Die Wiedereröffnung zahlreicher Mode-, Schuh- und Buchläden hat bislang nicht zu einem Ansturm auf die Innenstädte geführt, so das Ergebnis einer neuen Studie.

28.04.2020

© imago images/Rüdiger Woelk

Die Menschen sind noch eher vorsichtig, wenn es um den Einkaufsbummel geht, so Ergebnisse von Kundenfrequenzmessungen.

Im Schnitt habe die Belebung in den Einkaufsstraßen gerade einmal bei 39 Prozent eines normalen Einkaufstages des Vorjahres gelegen, berichtete das auf die Messung von Kundenfrequenzen in den Innenstädten spezialisierte Unternehmens Hystreet. Es hatte mit Lasermessungen die Kundenfrequenzen in 17 Städten kontrolliert.

Am stärksten war der Andrang demnach am Montag, 20. April, dem ersten Tag nach Lockerung der Corona-Auflagen. Aber auch an diesem Tag erreichte die Kundenfrequenz nur selten 50 Prozent eines durchschnittlichen Wochentages aus Vor-Krisenzeiten. Von Dienstag bis Freitag flachten die Besucherzahlen dann wieder etwas ab. "Am Samstag zeigte sich, dass die Menschen noch eher vorsichtig sind. Die Städte waren nur teilweise belebter als am Montag und noch weit von den Samstags-Durchschnittswerten im Vorjahr entfernt", zitiert dpa die Frequwnzdatenanbieter.

Doch gab es große regionale Unterschiede. In der Koblenzer Löhrstraße erreichte die Zahl der Passanten in der vergangenen Woche laut Hystreet fast 50 Prozent des Vorjahresniveaus. In der Schildergasse in Köln - dem Schlusslicht bei den überprüften Einkaufsstraßen - erreichte die Belebung gerade einmal 27 Prozent des sonst üblichen. "Ein befürchteter Ansturm oder Überfüllung der Innenstädte ist damit insgesamt zunächst nicht zu erkennen", betonte Hystreet.

Weitere Informationen zur Auswertung der vom Anbieter gesammelten Frequenzdaten finden Sie hier auf der Seite des Datenauswerters Imtargis. 

Schlagworte: Einzelhandel, Innenstadt

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